Van Almsick verpasst bei Kurzbahn-Weltcup das Finale: Schwimm-Weltcup: Franzi patzt

Van Almsick verpasst bei Kurzbahn-Weltcup das Finale : Schwimm-Weltcup: Franzi patzt

Berlin (rpo). Kurzauftritt beim Kurzbahn-Weltcup in Berlin von Franziska van Almsick. Über 100 Meter Rücken verpasste der Schwimmstar am Sonntagmorgen das Finale. Unterdessen schwamm die Chinesin Yu Yang einen neuen Weltrekord über 200 m Schmetterling, der Wuppertaler Rupprath bestach erneut mit guter Form.

Für Almsick ist der Kurzbahn-Weltcup in ihrer Heimatstadt Berlin bereits beendet. Die 25-Jährige verpasste am Sonntagmorgen über 100 m Rücken in 1:02,34 Minuten als 16. das Finale am Nachmittag deutlich. Danach verschwand die fünffache Europameisterin zunächst kommentarlos in den Umkleidekabinen der Schwimmhalle im Europasportpark an der Landsberger Allee.

Der Wuppertaler Thomas Rupprath hat seinen zweiten Streckensieg beim Kurzbahn-Weltcup in Berlin errungen. Nach dem Erfolg über 100 m Rücken vom Samstag gewann der 26-Jährige am Sonntag die 100 m Schmetterling. Den zweiten Platz belegte der Russe Nikolay Skwortsow vor dem Ukrainer Andri Serdinow.

Bereits am Vortag war van Almsick über 100 m Freistil nicht ins Finale vorgestoßen. Trainer Norbert Warnatzsch und die Athletin hatten im Vorfeld allerdings vor zu hohen Erwartungen gewarnt, da sie "den Wettkampf aus dem vollen Training" bestritt. Souverän ihre Finals erreichten am Sonntagmorgen hingegen als Vorlaufschnellste Kerstin Vogel (31,54 Sekunden) über 50 m Brust, der Wuppertaler Thomas Rupprath (51,45) über 100 m Schmetterling und Stev Theloke (Chemnitz) über 50 m Rücken in 24,48 Sekunden.

Franzi behält Olympia-Gold im Auge

Ihr großes Saisonziel, der Gewinn von Gold in Athen, hat der DSV-Star aber nicht aus den Augen verloren. "Ich bin voll im Plan und fühle mich im Training gut. Nach der Erkrankung vor Weihnachten muss ich eben noch viel nachholen", räumte sie ein. Auch Heimtrainer Norbert Warnatzsch wertete die von den Zeiten her schwachen Vorstellungen als einkalkuliertes Ergebnis: "Das war bei dem aktuellen Trainingspensum auch gar nicht anders zu erwarten. Die Ergebnisse sind überhaupt kein Beinbruch."

Den Vorsprung der Konkurrenz will die Weltrekordlerin über 200 m Freistil (1:56,64 Minuten) spätestens im Sommer aufgeholt haben. "Man sieht, dass man etwas hinterher hängt. Aber da muss man sich locker machen", meinte van Almsick. Schließlich hatte der deutsche Verband die Bedeutung des Heim-Weltcups in der vierstufigen Prioritätenliste nur auf die zweite Ebene gehoben.

Chinesin schwimmt Weltrekord

Die Chinesin Yu Yang hat beim Weltcup in Berlin einen Kurzbahn-Weltrekord über 200 m Schmetterling aufgestellt. In 2:04,04 Minuten blieb sie zwölf Hundertstelsekunden unter der alten Rekordmarke der Australierin Susan O'Neill vom 18. Januar 2000 in Sydney. Die deutsche Meisterin Annika Mehlhorn aus Baunatal belegte in 2:08,38 Minuten den vierten Rang.

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