Neben der Spur: Schweinsteigers ungeliebter Name

Neben der Spur : Schweinsteigers ungeliebter Name

Düsseldorf (RP). Schweini (25) arbeitet seit geraumer Zeit und mit bemerkenswertem Erfolg am Imagewandel. Weg vom schnöseligen Hallodri, hin zur Führungskraft im ernsten Fach. Wohl gesetzte Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache begleitet den Rollenwechsel auf dem Fußballplatz.

Pünktlich zum Start der Weltmeisterschaft klagte Schweini dem anerkannten Fußball-Fachmagazin "Playboy" das Leid mit seinem Ruf-, Spitz-, Marken- und Künstlernamen (die großartigen Interviews sind ja ohnehin der wahre Grund, sich das Heft zu kaufen). Schweini, das passe nun wahrlich nicht mehr zu ihm, sagte Schweini.

"Da bin ich rausgewachsen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mit 35 mit dem Kinderwagen durch München laufe und einer ruft mir Schweini hinterher." Dass über seine Homepage freilich bis heute weiter Schweini-Kaffeetassen und Schweini-Kappen verkauft werden, stört Schweini weniger. Damit lässt sich ja hübsch Geld verdienen.

Seine Freunde, so erzählte Schweini dem Fachblatt, riefen ihn aber schon lange Basti. Oder gern auch Holzkopf, weil der Schweini so ein Dickschädel sei. Unter den Trainern der Nationalmannschaft hat Schweini augenscheinlich viele Freunde. Die rufen ihn nämlich alle brav Basti — zumindest wenn die Mikrofone offen sind. Vor allem Co-Trainer Flick sagt gern und oft Basti zu Schweini. Der selbst hat den Versuch aufgegeben, aus dem Bundes-Hansi einen ausgewachsenen Hans-Dieter zu machen.

Schweinis Autorität hält sich bei seinen Mannschaftskollegen aber offensichtlich in Grenzen. Sowohl Toni Kroos als auch Thomi Müller (beide 20) nennen ihren Schweini in Interviews beharrlich Schweini. Interessant wäre zu erfahren, was Sarah Brandner (21) ihrem Liebsten ins Öhrchen säuselte, als der nach dem England-Spiel zum Abbusserln an die Tribüne kam. Mein liebster Basti? Oder doch: Mein liebster Schw...?

(RP)