Schweigeminute für Opfer in Barcelona: Schwimmer Fernando Alvarez zeigt große Geste

Schweigeminute für Barcelona-Opfer: Schwimmer zeigt große Geste des Respekts

In der Bundesliga wurde eine Schweigeminute für die Opfer des Terroranschlags in Barcelona abgehalten. Der spanische Schwimmer Fernando Alvarez wollte auch die Organisatoren bei der Senioren-WM in Budapest davon überzeugen. Als diese an ihrem Zeitplan festhielten, setzte Alvarez ein besonderes Zeichen.

Eigentlich sollte Alvarez gemeinsam mit den neun Kontrahenten ins Wasser springen und um eine WM-Medaille über 200 Meter Brust bei den 70- bis 74-Jährigen kämpfen. Doch der Senior blieb beim Startsignal einfach auf seinem Startblock stehen — aus Respekt vor dem Opfern in Barcelona. Dort lebt auch seine Tochter und war regelmäßig auf Las Ramblas unterwegs, auf dem am vergangenen Donnerstag ein Angreifer mit einem Transporter 13 Menschen umgebracht hatte.

Eine ganze Minute blieb Alvarez stehen, erst dann sprang er ins Becken und schwamm hinterher. Eine Medaille gewann er natürlich nicht mehr — aber die Herzen der Zuschauer und der Menschen in den sozialen Medien. Das Facebook-Video von seinem Rennen wurde über 560.000 Mal angeklickt.

Zwar kam Alvarez nicht mehr in die Wertung, doch das ist ihm egal. "Als Spanier war ich sehr berührt und auch, weil meine Tochter dort lebt. Wie durch ein Wunder hat sie sich gerettet. Das Ergebnis war mir egal. Meine Geste war mir wichtiger als alle Goldmedaillen der Welt", sagte Alvarez der spanischen Zeitung "Marca".

(seeg)