Rugby-Spieler rastet aus und schlägt Schiedsrichter krankenhausreif

Französischer Juniorenpokal: Rugbyspieler schlägt Schiedsrichter krankenhausreif

Rugby gilt trotz aller Härte als ausgesprochen fairer Sport. Ein französischer Nachwuchsspieler hat aber alle Benimmregeln vergessen. Nachdem der Schiedsrichter ihn des Feldes verwies, schlug er den Unparteiischen krankenhausreif.

"Rugby ist ein Hooligansport, gespielt von Gentleman." Winston Churchills Worte besitzen bis heute Gültigkeit. Fußballanhänger staunen bei jeder Rugbyübertragung im Fernsehen aufs Neue darüber, wie turmhohe Kirmesboxer-Typen jede Schiedsrichterentscheidung scheinbar gleichmütig über sich ergehen lassen.

Doch keine Regel ohne Ausnahme. Ein Nachwuchsspieler hat beim Halbfinale des französischen Juniorenpokals zwischen Saint-Estève und Toulouse völlig die Fassung verloren. Nachdem der Unparteiische Benjamin Casty ihn des Feldes verwiesen hatte, schlug ihm der Saint-Estève-Spieler aus nächster Nähe unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Auch ein Akteur der gegnerischen Mannschaft, der versuchte, die Szene zu beruhigen, bekam einen Faustschlag ab.

Die Partie wurde nach 25 Minuten umgehend abgebrochen. Der Referee, Bruder des französischen Nationalspielers Remy Casty, landete im Krankenhaus, ist aber ohne schwerere Verletzungen davongekommen. Dem Spieler dürfte eine drastische Strafe dennoch gewiss sein.

(ak)