Klitschko: "Ich war zerstört": Reaktionen auf den WM-Kampf

Klitschko: "Ich war zerstört" : Reaktionen auf den WM-Kampf

Los Angeles (rpo). Der Fight um die WM-Krone war nach dem umstrittenen Abbruch noch nicht beendet. Die Kontrahenten führten die Auseinandersetzung im Anschluss mit Worten weiter.

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p class="text"><P>Los Angeles (rpo). Der Fight um die WM-Krone war nach dem umstrittenen Abbruch noch nicht beendet. Die Kontrahenten führten die Auseinandersetzung im Anschluss mit Worten weiter.

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p class="text">Vitali Klitschko (Herausforderer): "Ich war zerstört. Ich war total enttäuscht. Ich war entsetzt, war völlig irritiert. Ich wusste überhaupt nicht, warum der Doktor den Kampf stoppte. Ich habe mich gefragt, warum stoppt er den Fight? Der Doktor hat mich nicht gefragt, der Ringrichter auch nicht. Ich konnte und wollte einfach nicht begreifen, was los war. Ich habe noch alles gesehen. Die Verletzung war nicht schlimm. Vielleicht sah es so aus, aber sie war es nicht. Jetzt fühle ich mich als Champion der Leute."

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p class="text">Lennox Lewis (Box-Weltmeister): "Er konnte nicht mehr zu Ende boxen. Schaut ihm doch ins Gesicht. Er hat doch Glück, dass es so zu Ende gegangen ist. In den nächsten Runden hätte ich ihn weggeblasen. Es war doch nur eine Frage der Zeit. Ich bin die Nummer eins. Da gibt es keinen Zweifel. Er war der Herausforderer, er hatte die Chance zu kämpfen, aber er hat es nicht geschafft. Ich habe ihn einige Male getroffen, häufiger als er mich. Er wurde schwächer und schlechter. Ich wurde besser und sicherer."

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p class="text">Fritz Sdunek (Klitschko-Trainer): "Die Enttäuschung ist sehr, sehr groß nach dieser Entscheidung. Vitali ist in keine Weise sichtbehindert. Es hätte gut weiter gehen können. Der Doktor hat sich vom Nahen die Wunde angeguckt. Vielleicht war es die Situation, den Kampf für Lewis zu retten. Vitali hat hier einen großen Kampf gemacht und die Sympathien der Zuschauer auf alle Fälle gewonnen."

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p class="text">Klaus-Peter Kohl (Klitschko-Promoter): "Wenn man einen Kampf verliert ist das bitter. Wenn man ihn durch eine Verletzung verliert, ist das doppelt bitter. Vitali hat gezeigt, welche Klasse er besitzt. Er ist der Champion der Leute. Seine Strategie ist voll aufgegangen, er lag zwei Punkte vor. Alle haben gesagt, Vitali kann nicht boxen. Das hat er eindrucksvoll widerlegt. Es ist unverständlich, dass der Kampf abgebrochen wurde. Wir waren alle überrascht. Doch wir akzeptieren die Entscheidung des Doktors."

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p class="text">Paul Wallace (Ringarzt): "Als ich das zweite Mal in den Ring kam, habe ich Vitali Klitschko gesagt, er möge mich anschauen. Als er den Kopf hob, habe ich gemerkt, dass die Wunde seine Sicht behinderte. Ich hatte keine andere Wahl, als den Kampf zu stoppen. Es gab keine Möglichkeit mehr, dass er sich hätte verteidigen können."

George Foreman (ehemaliger Box-Weltmeister): "Das war eine korrekte Entscheidung. Das Auge sah wirklich übel aus. So etwas Schlimmes habe ich noch nie gesehen. Der Ringrichter hätte eigentlich noch früher abbrechen müssen. Aber abgesehen davon: Klitschko ist für mich der Held. Er hat nach Punkten vorn gelegen, und er hätte den Kampf auch gewinnen können. Es sollte einen Rückkampf geben. Für mich ist er der Weltmeister. Ich glaube, Lewis war schockiert. Er hat die Treffer von Klitschko nicht erwartet."

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