Pro League: Hockey-Frauen trotz Niederlage im Grand Final - Männer verpassen Endturnier

Pro League : Hockey-Frauen trotz Niederlage im Grand Final - Männer verpassen Endturnier

Nach der historischen 0:8-Niederlage gegen Belgien haben die deutschen Hockey-Männer das Grand Final der Pro League verpasst. Die deutschen Frauen sind dank einer Niederlage der Konkurrenz nehmen am Finalturnier teil.

Die deutschen Hockey-Frauen haben sich in der Pro League trotz einer Niederlage vorzeitig für das Grand Final qualifiziert. Die Mannschaft von Bundestrainer Xavier Reckinger verlor ihr letztes Heimspiel in Krefeld nach einem verschlafenen Start gegen Australien mit 1:3, ist aber dank der 0:3-Niederlage Belgiens gegen Neuseeland nicht mehr von Platz vier zu verdrängen, der zur Teilnahme am Finalturnier Ende Juni im niederländischen Amstelveen berechtigt.

Die Männer haben nach ihrer zweiten Niederlage in Folge hingegen keine Möglichkeit mehr, die Endrunde zu erreichen. Die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Kermas unterlag im Anschluss an das Frauen-Spiel Australien im letzten Spiel ihrer Achter-Liga mit 1:2 und rutschte in der Tabelle hinter Argentinien auf den sechsten Platz ab.

Tom Craig (42.) und Blake Govers (52.) erzielten die Tore für die "Kookaburras". Marco Miltkau (59.) gelang lediglich der Anschluss für das deutsche Team, das unter der Woche eine historische 0:8-Pleite gegen Belgien hatte einstecken müssen.

"Wir hatten das Spiel immer wieder, in einigen Phasen auch richtig gut unter Kontrolle und müssen uns an die eigene Nase fassen, dass wir uns offensiv nicht belohnt haben", sagte Kermas: "Wir haben uns gute Chancen herausgespielt, die Einstellung stimmte. Das war heute wirklich sehr positiv und nach dem 0:8 auch die Reaktion, die wir uns alle erhofft hatten."

Im Frauenspiel lagen die Gastgeber nach dem Doppelpack von Jane Claxton (2., 3.) frühzeitig mit zwei Toren in Rückstand, Emily Chalker (21.) erhöhte für die drittplatzierten "Hockeyroos". Hannah Gablac (32.) verkürzte unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Sorgen bereitete Charlotte Stapenhorst, die mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausgewechselt werden musste.

"Das war ein sehr schwacher Beginn, der uns letztlich das Spiel kostet. Das ist nervig, denn wir hatten dieses Thema schon, dass wir zu Beginn eines Spiels oft nicht wach genug sind. Das müssen wir jetzt als Mannschaft dringend lösen, weil das auf Dauer natürlich nicht gut ist", sagte Frauen-Coach Reckinger.

Das letzte Vorrundenspiel bestreitet die Hockey-Frauen, die zuvor drei Partien in Folge gewonnen hatten, am 23. Juni (1.00 Uhr/MESZ) beim Schlusslicht USA.

(eh/sid)
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