Kurzbahn-EM 2017: Erfolgreicher Auftakt für deutsche Schwimmer

Kurzbahn-EM 2017: Erfolgreicher Auftakt für deutsche Schwimmer

Rückenschwimmer Christian Diener und Langstreckenspezialistin Sarah Köhler haben sich zum Auftakt der Kurzbahn-Europameisterschaften in Kopenhagen souverän als jeweils Schnellste ihrer Vorläufe für die Finals qualifiziert und bestätigten damit die in sie gesetzten Medaillenhoffnungen.

Für die Überraschung des Mittwochmorgens sorgte Fabian Schwingenschlögl (Neckarsulm), der in 26,22 Sekunden über 50 Meter Brust deutschen Rekord schwamm. Der Potsdamer Diener hingegen zog über 200 Meter Rücken in 1:49,77 Minuten in den Endlauf am Abend ein. "Der erste Start ist immer ein bisschen Energie rauslassen und reinkommen in den Wettkampf. Jetzt habe ich gezeigt, dass es läuft", sagte der deutsche Rekordhalter und kündigte an: "Im Finale geht auf jeden Fall die Post ab." 100-Meter-Spezialist Marek Ulrich verpasste das Finale in 1:56,01 Minuten deutlich.

Köhler kraulte über 800 Meter Freistil mit 8:19,39 Minuten in das Rennen um die Medaillen am Donnerstagabend. "Das war okay für den Vorlauf", sagte die Heidelbergerin, die nun von einer Medaille träumt. Das 16 Jahre alte Team-Küken Celine Rieder (Neckarsulm) verpasste dagegen mit 8:31,45 Minuten als Neunte den Endlauf knapp.

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Zuvor hatte Schwingenschlögl für den ersten deutschen Rekord der EM in der dänischen Hauptstadt gesorgt. Der 26-Jährige schlug über 50 Meter Brust nach 26,22 Sekunden an und blieb damit 15 Hundertstelsekunden unter der vier Jahre alten Bestmarke des Esseners Hendrik Feldwehr. "Ich wusste, dass ich schnell drauf bin und wollte einfach nur zeigen, dass ich es kann", sagte Schwingenschlögl.

"Das zeigt, dass meine Arbeit gefruchtet hat und gibt Selbstvertrauen für heute Abend." Mit seiner Leistung qualifizierte sich Schwingenschlögl als Gesamt-Sechster für das Halbfinale. Marius Kusch (München) zog über 100 Meter Schmetterling in 50,95 Sekunden als Elfter ebenfalls ins Semifinale am Abend ein.

(sid)