Hockey: Deutsche Teams bei der Hallen-WM in Berlin im Halbfinale

Hallen-WM in Berlin: Deutsche Hockey-Teams erreichen das Viertelfinale

Die deutschen Hockey-Teams eilen bei der Hallen-WM in Berlin von Sieg zu Sieg. Allerdings müssen ausgerechnet die erfolgsverwöhnten Herren gegen starke Tschechen lange kämpfen, ehe ihr Erfolg feststeht.

Die deutschen Hockey-Teams haben bei der Hallen-WM in Berlin ihr erstes Etappenziel früh erreicht. Beide DHB-Mannschaften feierten am Donnerstag beim Heim-Weltchampionat in Berlin ihre Siege drei und vier und ziehen wohl als Gruppensieger ins Viertelfinale ein. Die Damen kamen zu einem sicheren 6:0 (2:0) über die Ukraine und einem umkämpften 2:1 (1:0) gegen Tschechien. Die erfolgsverwöhnten Herren mussten sich erstmals strecken. Mats Grambusch rettete dem Mitfavoriten nach 3:5-Rückstand mit drei Treffern noch das 6:5 über Tschechien. Am Abend legte sein Team ein 6:3 (3:1) gegen Polen nach.

"Wir sind als Team nach dem Rückstand zurückgekommen", sagte Matchwinner Grambusch nach dem Tschechien-Match bescheiden. Dabei war er der entscheidende Mann in einem Spiel, in dem Bundestrainer Stefan Kermas alles auf ein Karte setzte. Er nahm Keeper Mark Appel vom Feld und ließ die letzten elf Minuten mit sechs Feldspielern agieren. Danach drehte Grambusch mit seinem Dreierpack die Partie komplett.

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"Gut, dass wir die Torwart-Raus-Variante mal unter Druck ausprobieren mussten. Am Ende war es eine starke Willensleistung", sagte Coach Kermas, der den Titelgewinn als klares Ziel ausgegeben hat. Kapitän Martin Häner konnte dem engen Spiel mit erfolgreich überstandener Drucksituation auch etwas Positives abgewinnen. "Schön zu wissen, dass wir so ein Match drehen können", meinte der Berliner.

Auch die Damen wollen den Titel nach Deutschland zurückholen. Beim Kantersieg über chancenlose Ukrainerinnen waren die Hamburgerinnen Anne Schröder und Franzisca Hauke (je 2) die besten Torschützinnen. Gegen starke Tschechinnen ließen die Deutschen zu viele Chancen aus, darunter zwei Siebenmeter, siegten aber mit ein wenig Zittern.

(dpa)