Fecht-EM: Herrensäbel-Team holt Bronze

Fecht-EM : Herrensäbel-Team holt Bronze

Nach Gold für Säbel-Ass Max Hartung und Bronze für Richard Schmidt mit dem Degen holen die Säbelfechter mit Team-Bronze die dritte deutsche Medaille bei der EM in Novi Sad.

Deutschlands Säbelfechter haben das EM-Finale nur um einen Treffer verpasst, sich am Ende mit Bronze aber doch noch belohnt. Das Dormagener Quartett mit Einzel-Europameister Max Hartung, Matyas Szabo, Benedikt Wagner und Richard Hübers verlor am Donnerstag in der Vorschlussrunde gegen den WM-Dritten Italien trotz hoher Führung noch 44:45. Der dritte Platz durch das 45:43 gegen den WM-Sechsten Rumänien war da nur ein schwacher Trost, weil mehr möglich war.

Sportdirektor Sven Ressel bewertete die Ergebnisse von Novi Sad in seiner Gesamtbilanz als „noch sehr durchwachsen“. Gold durch den im Einzel unwiderstehlichen Hartung sowie Bronze durch den Offenbacher Richard Schmidt mit dem Degen und das Säbel-Quartett stehen auf der Haben-Seite. Vor einem Jahr waren es noch je einmal Gold, Silber und Bronze. Immerhin durfte Ressel nach dem Erfolg gegen Rumänien von einem „versöhnlichen Abschluss“ sprechen.

„Nach einer kurzen Regenerationsphase wird sich unser Team intensiv auf die WM vorbereiten und die EM-Gefechte im Detail analysieren“, kündigte er auf dem Weg zu den Welt-Titelkämpfen vom 19. bis 27. Juli in der chinesischen Stadt Wuxi an.

Dramatisch war der Verlauf des Gefechts gegen die Italiener. „Den Sieg haben wir leichtfertig aus der Hand gegeben“, bemerkte der deutsche Sportchef hinterher. Nach dem 45:38 im Viertelfinale gegen den WM-Siebten Frankreich sah es auch gegen Italien lange nach einem deutschen Erfolg aus.

Doch Hartung konnte als vorletzter Fechter ein 35:28 nicht halten und geriet mit 39:40 in Rückstand. Bundestrainer-Sohn Matyas Szabo hatte dann im letzten der neun Gefechte beim 44:43 die große Chance, musste gegen Luca Curatoli indes die entscheidenden beiden Treffer hinnehmen. Schon 2017 in Tiflis war Deutschland den Italienern im Halbfinale mit 39:45 unterlegen.

Das deutsche Damendegen-Team mit Alexandra Ndolo, Monika Sozanska, Alexandra Ehler und Beate Christmann unterlag Polen im Viertelfinale 36:45. In den Platzierungsgefechten gab es anschließend ein 34:40 gegen den Olympia-Dritten Russland und einen 30:27-Sieg gegen das neu formierte Quartett von Rio-Olympiasieger Rumänien. Das bedeutete am Ende Rang sieben.

(dpa)
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