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Hallen-EM: Deutsche Hockey-Damen nur Vierte

Ohne viele Leistungsträgerinnen : Deutsche Hockey-Damen nur Vierte bei Hallen-EM

Bei der 20. Hallenhockey-EM haben die deutschen Damen ihren Titel nicht verteidigen können. Mehr noch: Sie belegen am Ende nur Platz vier und landen erst zum zweiten Mal außerhalb der Medaillenränge. Allerdings: Die Top-Spielerinnen sind gerade woanders im Einsatz.

Titelverteidiger Deutschland ist bei der Hallenhockey-EM der Damen in Minsk leer ausgegangen. Einen Tag nach der 2:5-Niederlage in der Vorschlussrunde gegen den Gastgeber und neuen EM-Champion Weißrussland musste sich die verjüngte DHB-Auswahl Tschechien im kleinen Finale mit 1:2 im Penaltyschießen geschlagen geben. Nach regulärer Spielzeit stand es am Sonntag 2:2 (2:1). Es ist bei der 20. Hallen-EM erst das zweite Mal nach 2016, dass die DHB-Auswahl nicht in den Medaillenrängen landete. Im Finale besiegte Weißrussland die Niederlande 4:3 (1:1, 0:1) im Penaltyschießen.

Jedoch war bei der Europameisterschaft längst nicht das beste Team am Start. Denn parallel gewann der A-Kader sein erstes Länderspiel im Olympia-Jahr 2020. Beim Zentral-Lehrgang in Stellenbosch/Südafrika besiegte die Auswahl von Chef-Bundestrainer Xavier Reckinger am Samstag Vizeweltmeister Irland 4:0 (3:0). Die Kölnerinnen Pia Maertens (2) und Rebecca Grote sowie die Hamburgerin Viktoria Huse trafen in dem Testspiel für das glänzend aufgelegte DHB-Team.

Das relativiert das ernüchternde Abschneiden bei der Hallen-EM. „Es war uns ja bewusst, dass wir hier mit einem Perspektivteam unterwegs waren. Das hat man uns in ein paar Situationen auch angemerkt. Da waren wir nicht clever genug, unsere Chancen zu nutzen“, urteilte Bundestrainer Akim Bouchouchi. Im kleinen Finale reichten die Tore der Hamburgerin Benedetta Wenzel und der Mannheimerin Charlotte Gerstenhöfer für die in der Vorrunde von Sieg zu Sieg geeilten Deutschen nicht, um wenigstens Bronze zu holen. Die Tschechinnen, die zum EM-Auftakt beim 1:4 chancenlos waren gegen die auch diesmal überlegenen deutschen Damen, hatten im Shootout die stärkeren Nerven.

(kron/dpa)