Fecht-WM 2019: Max Hartung verpasst erste deutsche Medaille, Alexandra Ndolo scheitert im Achtelfinale

Fecht-WM in Budapest : Hartung verpasst erste deutsche Medaille - Ndolo scheitert im Achtelfinale

Max Hartung hatte Bronze vor Augen, doch am Ende reicht es für den Säbelfechter nicht. Der 29 Jahre alte Hoffnungsträger aus Dormagen scheidet im WM-Viertelfinale aus. Auch Alexandra Ndolo ist ausgeschieden.

Säbelfechter Max Hartung (Dormagen) hat bei der WM in Budapest die erste deutsche Medaille knapp verpasst. Der EM-Dritte aus Dormagen verlor am ersten Entscheidungstag der Titelkämpfe im Viertelfinale gegen den Iraner Mojtaba Abedini 11:15, bei einem Sieg wäre Hartung Bronze nicht mehr zu nehmen gewesen. Vor vier Jahren bei der WM in Moskau hatte Hartung Platz drei belegt.

Damit endete die beeindruckende Siegesserie Hartungs ausgerechnet beim Saisonhöhepunkt. Bei den letzten sechs Turnieren zuvor war der Weltranglistendritte immer auf dem Podest gelandet, dabei gelangen ihm zwei Weltcup-Siege und Bronze bei der Heim-EM in Düsseldorf. Am Samstag beginnt der für die Olympiaqualifikation wichtige Teamwettbewerb, dort hatte das deutsche Team bei der EM Gold gewonnen.

Im Achtelfinale hatte sich Hartung in Budapest 15:13 gegen den ehemaligen Teamweltmeister Tiberiu Dolniceanu (Rumänien) durchgesetzt. Zum Auftakt in Budapest besiegte er den Chinesen Deng Xiaohao 15:12 und Fares Arfa aus Kanada 15:8.

Für Degenfechterin Alexandra Ndolo endeten in der Runde der letzten 16 die Hoffnungen auf eine Medaille. Die 32 Jahre alte EM-Dritte aus Leverkusen unterlag der Luxemburgerin Lis Rottler-Fautsch 12:15. In der Runde zuvor hatte sich Ndolo gegen die Titelverteidigerin und Weltranglistenerste Mara Navarria (Italien) mit 15:14 durchgesetzt.

Bei der WM im vergangenen Jahr in Wuxi/China war der Deutsche Fechter-Bund (DFeB) komplett leer ausgegangen. Die Titelkämpfe in Budapest sind das wichtigste Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele in Tokio 2020.

Die weiteren deutschen Starter blieben am Donnerstag ohne Chance auf eine Medaille. Für den ehemaligen Säbel-Europameister Benedikt Wagner (Dormagen) war nach einem 12:15 gegen den WM-Dritten und EM-Zweiten Kamil Ibragimow aus Russland in der zweiten Runde Endstation. Für Björn Hübner-Fehrer (Werbach) gab es das Erstrunden-Aus durch ein 10:15 gegen den ehemaligen Team-Weltmeister Enrico Berre (Italien).

Matyas Szabo (Dormagen), in Düsseldorf ebenfalls Teil des Europameister-Quartetts, hatte überraschend nicht die Qualifikation überstanden. Auch die drei Degenfechterinnen Ricarda Multerer, Alexandra Ehler (beide Leverkusen) sowie Beate Christmann (Tauberbischofsheim) waren in der Vorrunde ausgeschieden.

SID kd cp nt

(lt/sid)
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