Siege von Kobs, Gesell, Becker, Nerius: Europacup: Schultz knackt WM-Norm

Siege von Kobs, Gesell, Becker, Nerius : Europacup: Schultz knackt WM-Norm

Florenz (rpo). Ingo Schultz dürfte bei der Leichtathletik-WM in Paris dabei sein. Der 400-m-Europameister knackte beim 24. Europacup in Florenz endlich die WM-Norm. Zum Sieg reichten die 45,19 Sekunden allerdings nicht.

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p class="text"><P>Florenz (rpo). Ingo Schultz dürfte bei der Leichtathletik-WM in Paris dabei sein. Der 400-m-Europameister knackte beim 24. Europacup in Florenz endlich die WM-Norm. Zum Sieg reichten die 45,19 Sekunden allerdings nicht.

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p class="text">Für deutsche Erfolge vor nur 3.000 Zuschauern am Samstag im "Luigi Ridolfi Stadium" sorgten dagegen Hammerwerfer Karsten Kobs, 800-m-Läuferin Claudia Gesell, Speerwerferin Steffi Nerius (alle Leverkusen) und Annika Becker (Erfurt) im Stabhochsprung.

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p class="text">Bei Halbzeit liegt die Auswahl des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) bei den Frauen mit 59 Punkten nur knapp hinter Top-Favorit Russland (63) auf Platz zwei. Die Männer sind mit 48,5 Punkten vorerst Dritter hinter Großbritannien (52) und Frankreich (51). Im Vorjahr hatte es in Annecy zwei zweite Plätze geben.

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p class="text">Eine Woche vor den nationalen Titelkämpfen in Ulm hatte Kobs bei weit über 30 Grad im Schatten für einen gelungenen Auftakt gesorgt. Der Weltmeister von 1999 übertraf mit der deutschen Jahresbestweite von 80,63 m erstmals die A-Norm (79,50) für die WM. Zweiter wurde der Pole Wojciech Kondratowitz (87,37) vor dem Griechen Alexandros Papadimitriou (78,11). "Ich habe mich heute gut gefühlt und was daraus gemacht. Vielleicht hätte ich noch mehr daraus machen können", sagte Kobs. Seine lockere Vorbereitung nach der Anreise habe sich ausgezahlt: "Ein bisschen Video schauen, ein paar Bier, am Pool lümmeln und sonnen."

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p class="text">Schultz jetzt viel ruhiger

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p class="text">"Es ist immer beruhigend, wenn man die Norm hat. Dann kann man die Rennen ruhiger gestalten", meinte Schultz, der allerdings gegen Frankreichs Shooting-Star Marc Raquil (44,88) noch ohne CHance war. Claudia Gesell hätte sich als Europacup-Siegerin sogar direkt für Paris qualifiziert - wenn sie die Zwei-Minuten-Barriere geknackt hätte. "Die Zeit interessiert nicht, gewinnen ist immer schön", meinte sie nach ihren 2:00,85. "Ich weiß jetzt, dass die zwei Minuten auf jeden Fall zu holen sind." Annika Becker schwang sich dann im Stabhochsprung auf 4,50 m empor - keine konnte ihr folgen.

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p class="text">Bei der Hatz nach den WM-Normen lieferte Heike Meißner die geforderte Zeit und eine DLV-Jahresbestleistung: Die Chemnitzerin kam als Dritte über 400 m Hürden in 55,22 Sekunden hinter der Rumänin Ionela Tirlea und der Britin Natasha Danvers ins Ziel.

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p class="text">Für die 100-m-Siege sorgten die französische Ex-Europameisterin Christine Arron in 11,07 Sekunden und der Brite Mark Lewis-Francis in 10,22. Bei den Frauen enttäuschte die Wattenscheiderin Esther Möller als Fünfte in 11,58. Sie hatte allerdings wegen Beugerproblemen lange überlegt, ob sie im Einzelrennen überhaupt antreten soll. Ihr Vereinskollege Marc Blume wurde bei den Männern gar nur Achter und Letzter in schwachen 10,64.

Der DLV war ohne seine angeschlagenen Olympiasieger Nils Schumann und Heike Drechsler sowie den fünfmaligen Weltmeister Lars Riedel, Hallen-Weltmeister Tim Lobinger und 400-m-As Grit Breuer angetreten. Routinier Dieter Baumann konnte da auch nicht in die Bresche springen: Der Tübinger kam beim Hitzerennen über 5000 m als Dritter an.

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