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EM in Glasgow: Deutsche Ruderer reisen mit Rumpftruppe an

Mit Rumpftruppe nach Glasgow : Deutsche Ruderer bereiten sich lieber auf die WM vor

Der Deutsche Ruderverband tritt bei der EM in Glasgow mit einer Rumpf-Flotte an. Das hat damit zu tun, dass im Herbst die Weltmeisterschaften in Bulgarien ausgetragen werden.

Für die Regatta vom 2. bis 5. August im Glasgow’s Strathclyde Country Park wurden nur sieben Boote in den 14 olympischen Wettkampfklassen gemeldet. „Ein Großteil der Athleten bereitet sich zu der Zeit bereits im Trainingslager auf den Saisonhöhepunkt, die Weltmeisterschaft in Plowdiw Mitte September, vor“, sagte DRV-Sportdirektor Mario Woldt.

Die kontinentalen Titelkämpfe der Ruderer finden erstmals im Rahmen der European Championships vom 2. bis 12. August in Glasgow und Berlin statt. Bei diesem Format wird parallel in den sieben Sportarten Rudern, Leichtathletik, Schwimmen, Radfahren, Triathlon, Turnen und Golf um Medaillen gekämpft.

Trotz des kleinen Kaders erhofft sich der DRV-Vorsitzende Siegfried Kaidel eine bessere Medienpräsenz: „Es ist ein sehr guter Ansatz, das Format aufzunehmen, das uns Sommersportarten der Wintersport vorgemacht hat. Damit können wir mehr Aufmerksamkeit vor allem über die ausgedehnten Fernsehzeiten bekommen.“

Der Deutschland-Achter könnte dabei helfen. Die Crew um Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin) geht unverändert und nach zuletzt drei Weltcupsiegen als Favorit in das Rennen. Dagegen wird das beim Weltcup-Finale Mitte Juli in Luzern ebenfalls erfolgreiche Team aus dem Frauen-Doppelvierer mit Blick auf die nahe WM umbesetzt.

Keinen deutschen Starter gibt es im Männer-Einer. „Oliver Zeidler muss nach den vielen harten Rennen erst einmal wieder den Akku aufladen, um zur WM fit zu sein“, kommentierte Woldt den Verzicht auf den Ingolstädter. Zeidlers DRV-Konkurrent Tim-Ole Naske (Hamburg) steht wegen gesundheitlicher Probleme ebenfalls nicht zur Verfügung.

(dpa/sef)