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E-Sport: DFL führt Club-Championship ein

Neuer Wettbewerb : DFL führt deutsche Klub-Meisterschaft im E-Sport ein

Die DFL führt einen zweiten E-Sport-Wettbewerb ein. Neben der bisherigen virtuellen deutschen Meisterschaft für Einzelspieler wird es nun auch eine Club-Championship für die E-Footballer der Bundesliga und 2. Bundesliga geben.

Die Deutsche Fußball League intensiviert die Aktivitäten im E-Sport. Mit der neuen deutschen Klub-Meisterschaft im E-Football erhalten erstmals die Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga die Möglichkeit, untereinander einen deutschen Meister auszuspielen. Gestartet wird die virtuelle Club-Championship am 15. Januar 2019, teilte die DFL am Montag mit.

Erwartet wird, dass bis zum 21. Dezember rund 13 Bundesligisten und zwei Zweitligaklubs ihre Kader mit bis zu vier Spielern anmelden werden. In den vergangenen Jahren hatte die DFL nur eine deutsche Meisterschaft für Einzelspieler veranstaltet, die es wie bisher weiterhin geben wird. Seit Einführung der virtuellen Bundesliga (VBL) steigerte sich die Teilnehmerzahl auf zuletzt 150 000 Spieler.

„Wir gehen seit Jahren Schritt für Schritt voran“, sagte Dominik Hilpisch-Hahn, Leiter der DFL-Abteilung für Licensing & eSport. „Wir haben eine ganz besondere Dynamik, mit der wir die reale Welt des Fußballs mit dem E-Sport verbinden wollen.“ Die DFL erwartet, dass sich beides gegenseitig beflügeln wird: „Die Begeisterung ins Stadion zu gehen und selber an der Konsole zu spielen.“

In der virtuellen Club-Championship werden in den neun Wochen vom 15. Januar bis 15. März die Vereine mit ihren E-Sport-Teams in der Qualifikation einmal gegeneinander antreten. „Es ist wie eine Liga, aber nur mit einer Spielrunde“, erklärte Hilpisch-Hahn. Meister ist, wer am Ende auf Tabellenplatz eins steht. Die E-Footballer der besten dieser Klubs nehmen noch am Grand Final teil, bei dem der deutsche Meister unter den Einzelspielern ausgespielt wird. 2016 und 2017 war das Deutsche Fußball-Museum in Dortmund dafür der Schauplatz.

Für diesen Endkampf können sich auch FIFA-19-Spieler aus Deutschland in einem offenen Wettbewerb („VBL Open“) qualifizieren. Für die erfolgreichsten Spieler im vergangenen Jahr war eine Gesamtprämie von 45 000 Euro ausgelobt worden. „Es wird wieder Preisgeld geben, aber die Höhe ist noch offen“, sagte Hilpisch-Hahn.

Die neue Klub-Meisterschaft bietet den Vereinen die Chance, kommerzielle Partnerschaften mit werbetreibenden Unternehmen in diesem Bereich einzugehen. „Wenn Investitionen ins Spiel kommen, dann wird das Ganze bewusster, es steigen Einschaltquoten und Werbeerlöse“, erklärte Hilpisch-Hahn. „Dieser Trend wird nicht kommen, der ist schon da.“

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Auch der Deutsche Fußball-Bund, dessen Präsident Reinhard Grindel im Frühjahr E-Sport noch „als kein Sport“ bezeichnete, hatte jüngst angekündigt, den Einstieg in den virtuellen Fußball vorzubereiten. „Es gibt ja schon die eine oder andere Ankündigung, dass der DFB sich mit dem Thema beschäftigt“, sagte Hilpisch-Hahn. „Der DFB nennt es E-Soccer, wir E-Football.“

(dpa/ako)