Ball des Sports: Britta Heidemann nimmt Abschied von der Sportfamilie

Ball des Sports: Heidemanns letztes Gefecht im Kreise der Sportfamilie

Beim Ball des Sports in Wiesbaden sammelte die Deutsche Sporthilfe Gelder für ihre Athletenförderung. Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann genoss ihren letzten Auftritt als aktive Sportlerin.

Britta Heidemann tänzelte ein letztes Mal leichtfüßig über die Planche und verabschiedete sich dann mit einem sanften Lächeln in ihre neue Karriere. Die Fecht-Olympiasiegerin von 2008, die am Freitag ihre Sportlerlaufbahn nun auch offiziell beendet hatte, genoss beim Ball des Sports in Wiesbaden sichtlich ihren wohl letzten Auftritt als Aktive. "Ich freue mich, im Kreise der Sportfamilie, die mir so viel bedeutet, Abschied nehmen zu können", sagte die 35-Jährige mit glänzenden Augen.

Bei der Benefiz-Gala der Stiftung Deutsche Sporthilfe hatte Heidemann fast zwei Jahre nach ihrem letzten Wettkampf noch einmal ihr Fecht-Outfit angelegt und im Rahmen der Sport-Show eine kleine Einlage gezeigt. In Zukunft dürfte man die Kölnerin dann eher im Business-Dress antreffen, denn eine ambitionierte Funktionärskarriere hat sie unter anderem als Mitglied der Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) längst angekurbelt. Veranstaltungen wie der Ball des Sports werden dann sicher auch weiterhin einen festen Platz in ihrem Terminkalender haben.

Zum 48. Mal hatte die Deutsche Sporthilfe Freunde, Förderer und Athleten zu der Benefiz-Veranstaltung geladen. An dem Gala-Abend erlöst die Stiftung jährlich rund 750.000 Euro, die direkt in den Haushalt zur Athletenförderung fließen. In den 50 Jahren seit ihrer Gründung hat die Sporthilfe über 50.000 Sportler mit mehr als 400 Millionen Euro unterstützt. Bei Olympischen und Paralympischen Spielen gewannen die so geförderten Sportler seither 585 Goldmedaillen.

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Bundesinnenminister Thomas de Maiziere, der mit Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel den Eröffnungstanz aufs Parkett legte, lobte die Sporthilfe für ihre "unverzichtbare Arbeit" im Sinne der Athleten. Zudem kündigte er an, sich in den laufenden Koalitionsverhandlungen für einen Ausbau der finanziellen Unterstützung des Sports durch den Bund einzusetzen. "Wir wollen mehr Geld für den Spitzensport bereitstellen", versprach der CDU-Politiker, verwies jedoch im gleichen Atemzug auf die Schwierigkeit dieses Vorhabens.

Rund 1500 Gäste aus Sport, Wirtschaft und Politik verfolgten im neugebauten Kongresszentrum in Wiesbaden die aufwendig inszenierte Sport-Show und genossen ein Drei-Gänge-Menü, ein mitternächtliches Konzert der Rockband Revolverheld sowie zahlreiche Sponsoren-Aktionen. Sportliches Highlight im Programm war der Auftritt von Turn-Weltmeisterin Pauline Schäfer, die ihre WM-Kür am Schwebebalken zeigte.

In Abwesenheit der Wintersportler, die in der heißen Phase der Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang stecken, bot der Ball außerdem einen Vorgeschmack auf die Leichtathletik-EM im August in Berlin. Unter anderem gab Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler eine Kostprobe seines Könnens. Zur Erleichterung der Gäste feuerte der Jenaer allerdings statt seines spitzen Speers nur eine Plastikkugel durch den Ballsaal.

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(sid)