Van Almsick mit kalkuliertem Vorlauf-Aus: Amerikaner Moses schwimmt Weltrekord

Van Almsick mit kalkuliertem Vorlauf-Aus : Amerikaner Moses schwimmt Weltrekord

Berlin (rpo). Der US-Amerikaner Ed Moses hat mit einem Weltrekord für das bisherige Highlight des Schwimmfestivals "arena worldcup 2004" in Berlin gesorgt. Daneben schrieb sich auch Stephan Kunzelmann in die Liste der Rekordjäger.

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p class="text"><P>Berlin (rpo). Der US-Amerikaner Ed Moses hat mit einem Weltrekord für das bisherige Highlight des Schwimmfestivals "arena worldcup 2004" in Berlin gesorgt. Daneben schrieb sich auch Stephan Kunzelmann in die Liste der Rekordjäger.

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p class="text">Als der US-Amerikaner Ed Moses Weltrekord über 200 m Brust schwamm, war Superstar Franziska van Almsick schon längst abgetaucht. Der erste Finalnachmittag des "arena worldcups 2004" auf der Kurzbahn in Berlin fand ohne die Weltrekordlerin über 200 m Freistil statt. Die 25-Jährige hatte im Vorlauf über 100 m Freistil in 1:00,49 Minuten als Elfte deutlich die Qualifikation für das Finale verpasst und konnte ihren Ärger nicht ganz unterdrücken. "Ich wäre schon gerne etwas schneller geschwommen. Bis Olympia ist es aber noch ein langer Weg", erklärte van Almsick, die im Sommer bei den Olympischen Spielen in Athen mit Gold ihre einmalige Karriere beenden will.

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p class="text">Ed Moses sorgte für das Highlight des Tages. Nach seinem Sieg über 50 m Brust legte der 23-Jährige wenig später über die viermal so lange Strecke nach und verbesserte seine Bestmarke, zwei Jahre zuvor ebenfalls in Berlin erzielt, um 25 Hundertstelsekunden. "Ich war nach der letzten Wende mit den Kräften am Ende, aber das tolle Publikum hat mich unglaublich angetrieben", sagte Moses, der seine Führung im Gesamtweltcup ausbaute und für Sonntag einen weiteren Weltrekordangriff ankündigte: "Ich werde versuchen, auch meine Marke über 100 m Brust zu unterbieten."

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p class="text">Franzi will nochmal angreifen

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p class="text">Weniger erfolgreich verlief der Start ins Olympia-Jahr für Franziska van Almsick. Bereits im Vorfeld des Meetings im Europasportpark an der Landsberger Allee hatten Franziska und ihr Trainer Norbert Warnatzsch zwar vor überzogenen Erwartungen gewarnt, da sie sich im "vollen Training" befinde. Doch ihren Ehrgeiz vermochte die Berlinerin nicht ganz auszublenden. "Ich hatte mir schon eine bessere Zeit vorgestellt und greife am Sonntag über 100 m Rücken noch einmal an", meinte "FvA". DSV-Sportdirektor Ralf Beckmann sagte: "Wir befinden uns in einer harten Trainingsphase. Sie wäre sicher gerne unter einer Minute geschwommen. Aber Schwamm drüber."

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p class="text">Für deutsche Streckensiege am Samstag sorgten Thomas Rupprath (Wuppertal) und Marco di Carli (Sögel). Weltrekordler Rupprath (50, 58) setzte sich über die 100 m Rücken in 51,47 Sekunden durch. Trotz einer gerade erst auskurierten Nasennebenhöhlenentzündung biss sich Rupprath durch. "Ich bin voll aus dem Training geschwommen, aber ich war hoch motiviert und wollte unbedingt gewinnen", sagte der Sieger. Langbahn-Europameister Stev Theloke (Chemnitz) landete in 52,77 auf dem vierten Rang.

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p class="text">Sandra Völker zufrieden

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p class="text">Über 100 m Lagen holte sich der erst 18 Jahre alte Niedersachse di Carli 1500 Dollar Siegprämie. In 54,33 Sekunden überzeugte der EM-Dritte auch bei seinem zweiten internationalen Einsatz im Erwachsenenbereich. Bereits am Vormittag hatte Stephan Kunzelmann aus Hannover über 100 m Freistil den deutschen Rekord auf 47,82 Sekunden verbessert und seine glänzende Form nur zwei Monate nach einem Bandscheibenvorfall unter Beweis gestellt. Im Finale wurde er in 47,98 Sekunden allerdings nur Vierter. Der argentinische 50-m-Weltmeister Jose Meolans gewann in 47,61.

Die neuerdings für Leipzig startende Sandra Völker lag als Vierte in 24,68 Sekunden nur knapp über ihrem deutschen Rekord (24, 60): "Ich weiß, wo meine Defizite noch liegen", sagte Völker: "Für das, was ich trainiert habe, ist die Zeit gut."

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