Unsere Aktion geht weiter: Werden Sie Zeitungspate!

Unsere Aktion geht weiter: Werden Sie Zeitungspate!

Die "Aktion Zeitungspate" unserer Zeitung ist ein voller Erfolg: Mehr als 160 Paten haben über 430 Jahres-Abonnements für Schulen übernommen. Jetzt können Privatleute und Unternehmen Paten einer sozialen Einrichtung werden – etwa eines Kinderheims oder eines Jugendhilfezentrums.

Die "Aktion Zeitungspate" unserer Zeitung ist ein voller Erfolg: Mehr als 160 Paten haben über 430 Jahres-Abonnements für Schulen übernommen. Jetzt können Privatleute und Unternehmen Paten einer sozialen Einrichtung werden — etwa eines Kinderheims oder eines Jugendhilfezentrums.

Thomas Strucken und seine Kollegen betreuen die Gruppe „Take Five“ der Jugendhilfe-Einrichtung Schloss Dilborn. Foto: Franz-Heinrich Busch

REGION DÜSSELDORF Warum es für die Mädchen in der Kick-Off-Gruppe des Raphaelshauses so wichtig ist, Zeitung zu lesen, weiß Hans Scholten ganz genau: "Sie informieren sich nur über jugendtypische Zeitschriften wie die Bravo oder über das Internet — und bekommen keine systematischen Nachrichten über politische oder gesellschaftliche Entwicklungen, die für ihr Leben und ihre Arbeit wichtig sind", sagt der Leiter der Jugendhilfeeinrichtung in Dormagen. Damit sich das ändert, profitieren die sieben Mädchen im Alter bis zu 14 Jahren jetzt von dem Zeitungspaten-Abonnement, das der Chempark Dormagen, in dem das Bayer-Werk angesiedelt ist, der Einrichtung gestiftet hat.

"Mit dem Abo möchte ich die Jugendlichen des Raphaelshauses, zu dem unser Unternehmen langjährige gute Beziehungen hat, einladen, regelmäßig zu lesen und jeden Tag eine neue Seite des Lebens zu entdecken", sagt Chempark-Leiter Walter Leidinger. Scholten weiß das zu schätzen, ist er doch selbst leidenschaftlicher Zeitungsleser und möchte die Mädchen der Kick-Off-Gruppe mit seiner Begeisterung ein wenig anstecken. Diese hatten es in ihrem Leben bisher nicht leicht, haben in ihrem Umfeld Gewalt erlebt und waren zum Teil bereits in der Kinder- und Jugendpsychiatrie untergebracht.

Jugendliche und Menschen, die sich sonst keine Zeitung leisten könnten, zu unterstützen — das ist ein Anliegen der mehr als 160 RP-Zeitungspaten, die innerhalb des vergangenen Jahres über 430 Abonnements gestiftet haben. Zu ihnen zählen Bäckerbetriebe ebenso wie große Unternehmen wie zum Beispiel die Postbank, die allein die Patenschaft für 30 Zeitungsabonnements für Schulen in Mönchengladbach übernommen hat. Stefan Jütte, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Postbank AG, erklärt, warum: "In einer komplexen Welt die richtigen Informationen zu haben, ist selbst für Erwachsene schwer — nicht nur beim Thema Finanzen. Umso anspruchsvoller ist es für Kinder und Jugendliche, den Überblick zu behalten. Die Zeitung zu lesen hilft dabei und gibt der Information Richtung."

  • Fotos : Unsere neuesten Zeitungspaten

"Take Five" möchte Zeitungspaten für Jugendliche gewinnen

Bäckermeister Josef Hinkel aus Düsseldorf, der vor kurzem Karnevalsprinz war und jetzt als Zeitungspate der Mediengruppe Rheinische Post aktiv ist, sagt: "Die Aktion ,Zeitungspate' halte ich für besonders wichtig." Er fügt hinzu: "Wir sind in unserer Gesellschaft, unserer Demokratie ganz besonders auf gute Informationsmöglichkeiten und auf fundierte Interpretationen angewiesen." Das kann Thomas Strucken aus Nettetal nur unterstreichen — und sucht deshalb dringend einen Zeitungspaten für die Jugendlichen in der Fünf-Tages-Gruppe "Take Five" der Jugendhilfe-Einrichtung Schloss Dilborn, die er betreut.

"Es sind zehn Kinder im Alter bis zu 17 Jahren aus Familien, die bei der Erziehung Hilfe von außen benötigen", so beschreibt Strucken die Gruppe und fügt an: "In den letzten Monaten haben wir zunehmend beobachtet, dass es den Kindern sowohl an Allgemeinwissen als auch an tagesaktuellem Wissen fehlt. Diese Situation möchten wir gern ändern." Ein Paten-Abonnement würde es künftig möglich machen, dass die Betreuer im Gespräch mit den Kindern und Jugendlichen tagesaktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaftsleben oder Kultur aufgreifen und aufarbeiten. "Wir könnten Collagen machen oder die Gespräche auf Ausflügen in die Umgebung vertiefen", kündigt Strucken an.

So plant Thomas Strucken beispielsweise einen Besuch des Naturschutzhofes in Nettetal, wenn es in unserer Zeitung um Umweltschutz und ähnliche Themen geht. Jetzt muss sich nur noch der passende Pate für die Jugendlichen melden.