Düsseldorf: Zuschlag für Fahrräder in Bus und Bahn

Düsseldorf: Zuschlag für Fahrräder in Bus und Bahn

Studenten mit VRS-Semesterticket müssen jetzt tagsüber ein Extra-Ticket lösen.

Der Verkehrsverbund VRS schränkt die Mitnahme von Fahrrädern für Studenten stark ein. In Städten wie Köln oder Bonn dürfen Nutzer von Semestertickets ihre Räder seit Sonntag nur noch nach 19 Uhr und an den Wochenenden kostenlos in der Bahn mitnehmen. Bisher war dies rund um die Uhr möglich. "Wir transportieren Personen, nicht Gegenstände", sagte ein VRS-Sprecher in Köln zur Begründung. Die Bahnen seien zu den Stoßzeiten zu voll für Fahrräder. Dies habe häufig unter den Fahrgästen zu Streit geführt.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) bleibt hingegen bei der bisherigen Regelung. Danach können Studenten in Düsseldorf und im Ruhrgebiet ihre Fahrräder rund um die Uhr in Bahn und Bus ohne Extra-Ticket mitnehmen.

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Durch das Vorgehen des VRS entstehen neue Hürden zwischen den einzelnen Verkehrsverbünden in NRW. Zudem widerspricht es der Mobilitätsstrategie der schwarz-gelben Landesregierung: Ziel von CDU und FDP ist es, mit innovativen Ansätzen den Wechsel von einem Verkehrsmittel zum anderen zu erleichtern. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) äußerte denn auch sein Bedauern. Diese Entscheidung obliege aber dem Verkehrsverbund. Langfristig müsse das Platzangebot im öffentlichen Nahverkehr so dimensioniert sein, dass die Mitnahme von Fahrrädern ohne Einschränkungen möglich sei.

Protest kam von den Studentenvertretungen. Beim Asta der Uni Bonn hieß es, das Rad sei wichtig, um zwischen den verschiedenen Einrichtungen der Hochschule hin und her zu fahren. In Köln forderte der Asta, die Fahrrad-Mitnahme sogar auszuweiten, damit mehr Studierende das Auto stehen lassen. Zudem schränke die neue Regelung die Studenten bei der Wohnungssuche zusätzlich ein.

(RP)