Reformlinke planen Netzwerk Zimmer fürchtet keine PDS-Spaltung

Elgersburg (rpo). Die Reformlinken planen ein eigenes Netzwerk. Trotzdem fürchtet die PDS-Vorsitzende Gabi Zimmer keine Spaltung ihrer Partei.

Zimmer reagierte damit am Sonntag zum Abschluss einer Klausur im südthüringischen Elgersburg auf das Treffen der bei den Vorstandswahlen unterlegenen "Reformlinken" am Wochenende in Berlin. Die auf dem PDS-Bundesparteitag in Gera unterlegenen Reformer wollen im Februar eine eigene Plattform gründen.

Der Vorstand werde auf die Gruppe zugehen, um die PDS nach der Niederlage bei der Bundestagswahl "gemeinsam wieder nach vorn zu bringen", sagte PDS-Sprecher Hendrik Thalheim der dpa. 80 PDS- Reformer aus verschiedenen Landesverbänden hatten sich am Samstag in Berlin auf die Gründung eines Netzwerks verständigt. Die Plattform symbolisiere den "Aufbruch für eine linke Reformpolitik in PDS und Gesellschaft", sagte eine Sprecherin am Sonntag. Die Gründungsversammlung ist für den 15./16. Februar 2003 geplant. Das Netzwerk soll auch Nicht-Parteimitgliedern offen stehen.

Keine personellen Konsequenzen soll es laut Thalheim vorerst in der Affäre um eine angebliche Kontrolle von Ex-Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch geben. Zimmers Stellvertreter Dieter Dehm habe dem Vorstand bei der Klausur eine eidesstattliche Erklärung vorgelegt. Darin versichere er, dem Wachdienst in der Berliner Parteizentrale nicht angewiesen zu haben, Bartsch beim Verlassen des Karl- Liebknecht-Hauses zu kontrollieren.

(RPO Archiv)