Düsseldorf: Zahl der Asylbewerber in NRW nimmt ab

Düsseldorf: Zahl der Asylbewerber in NRW nimmt ab

Überdurchschnittlich viele Flüchtlinge kehren freiwillig zurück.

Die Zahl der Asylsuchenden in Nordrhein-Westfalen ist rückläufig. In den ersten neun Monaten dieses Jahres erreichten durchschnittlich rund 2800 Erstantragsteller die Ankunftszentren im Land, wie das NRW-Integrationsministerium berichtete. Im Vorjahreszeitraum waren es noch rund 6700 Asylbewerber gewesen.

Der bundesweite Trend spiegelt sich damit auch in NRW wider. Überdurchschnittlich hoch ist in NRW allerdings laut Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) die Zahl der freiwilligen Rückkehrer. Fast 40 Prozent der bundesweiten Genehmigungen entfallen auf NRW. In absoluten Zahlen sind dies von Januar bis September 8955 Anträge auf eine freiwillige geförderte Ausreise.

Zudem wurden den Angaben zufolge im selben Zeitraum 4122 Asylsuchende aus NRW in ihre Heimatländer abgeschoben. Auch hier sei der Anteil mit rund 25 Prozent der bundesweit 16.031 Rückführungen leicht überdurchschnittlich.

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Die mit Abstand größte Gruppe unter den Asylsuchenden waren zuletzt Syrer mit 21 Prozent, gefolgt von Irakern und Afghanen mit jeweils zehn Prozent. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer der Asylverfahren gibt die Landesregierung für NRW mit 2,1 Monaten an und beruft sich dabei auf Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Die Anerkennungsquote habe in Nordrhein-Westfalen im September bei 43 Prozent gelegen.

Nach den aktuellen Planungen richtet sich das Land darauf ein, für die Unterbringung der Flüchtlinge dauerhaft insgesamt 40.000 Plätze in Landeseinrichtungen vorzuhalten. Hiervon seien 15.000 Plätze als Reserve gedacht, so das Ministerium. Die Zahl der geduldeten Flüchtlinge in den Kommunen bezifferte die Landesregierung für den Zeitpunkt Ende August auf 50.193.

(RP)
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