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Bad: Vizepräses nimmt Abschied vom Rheinland

Bad : Vizepräses nimmt Abschied vom Rheinland

neuenahr (fvo) Wer sogar von den nicht eben als Emotionsbündel bekannten Westfalen wärmstens gelobt wird, der muss einiges richtig gemacht haben. So ging es gestern Petra Bosse-Huber (54) am Rande der rheinischen Synodentagung: Die bisherige Vizepräses sei "das Bild der Schwester für die Schwesterkirche" und "zuverlässige Weggefährtin" gewesen, sagte der Bielefelder Oberkirchenrat Arne Kupke. Bosse-Huber wurde nach zehn Jahren als rheinische Vizepräses offiziell entpflichtet und verabschiedet; seit Jahresbeginn ist sie in Hannover Auslandsbischöfin der Evangelischen Kirche in Deutschland – die erste Frau in diesem Amt.

Zweimal trat Bosse-Huber bei rheinischen Präses-Wahlen an; 2003 verlor sie gegen Nikolaus Schneider, 2013 gegen Manfred Rekowski. Der würdigte Bosse-Huber nun als "tiefsinnige Theologin und sensible Seelsorgerin"; die so Gelobte bedankte sich mit dem Versprechen, "dass ich niemals aufhören werde, für diese rheinische Kirche zu beten". Im Düsseldorfer Kirchenamt hatte Bosse-Huber die Abteilung für Theologie und Diakonie geleitet.

Dieser Posten soll vorerst unbesetzt bleiben, um Umstrukturierungen beim anstehenden Sparprozess zu erleichtern. Heute wählt die Synode allerdings einen Nachfolger für das Amt des oder der Vizepräses. Drei Abteilungsleiter kandidieren: Klaus Eberl (58, Bildung), Christoph Pistorius (51, Personal) und Barbara Rudolph (56, Ökumene).

(RP)