Hanoi: Vietnamesischer Geschäftsmann verteidigt sich

Hanoi: Vietnamesischer Geschäftsmann verteidigt sich

Ein mutmaßlich aus Deutschland entführter vietnamesischer Geschäftsmann hat laut Berichten staatlicher Medien vor Gericht wirtschaftliches Fehlverhalten zugegeben. Die deutsche Anwältin von Trinh Xuan Thanh wies diese Darstellung gestern zurück. Ausländische Medien sind zu dem Prozess nicht zugelassen. Anwältin Petra Schlagenhauf wurde die Anreise zu dem Prozess in Hanoi verwehrt. Thanh habe lediglich eine Mitverantwortung als Aufsichtsratsvorsitzender eingeräumt, wenn seine Untergebenen Fehler begingen und dadurch Verluste entstünden, heißt es in einer E-Mail von Anwältin Schlagenhauf.

Dies sei aber nicht strafrechtlich relevant. Die Berichte über Thanhs Eingeständnis von wirtschaftlichem Fehlverhalten stehen im Zusammenhang mit einem Vertrag über den Bau eines Kraftwerks in der Provinz Thai Binh im Jahr 2011. Laut Anklage sind die Angaben in dem Vertrag, wonach PVC umgerechnet 55 Millionen Euro von seinem Mutterkonzern PetroVietnam erhielt, nicht realistisch gewesen.

(dpa)