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US-Journalist James Foley von IS-Terroristen enthauptet

Bagdad : US-Journalist von IS-Terroristen enthauptet

Ein Video mit der Enthauptung eines US-Reporters durch Terroristen des IS ("Islamischer Staat") hat international Entsetzen ausgelöst. Das veröffentlichte Video zeigt offenbar die Ermordung des Journalisten James Foley. Damit richteten die Islamisten erstmals eine Terrorbotschaft direkt an die USA. Der Tod von Foley "schockiert das Bewusstsein der gesamten Welt", sagte US-Präsident Barack Obama gestern. Der Reporter wurde seit November 2012 in Syrien vermisst.

IS-Extremisten gaben in dem Video an, sie hätten Foley aus Rache für die US-Luftschläge im Norden des Iraks umgebracht. Sollte Washington seine Angriffe nicht einstellen, würden weitere Reporter sterben, drohten sie. Die Regierung in London vermutet einen Briten als Täter. Alle Kennzeichen der Terrorbotschaft wirkten "authentisch", sagte Außenminister Philip Hammond. Britische Geheimdienste fahnden nun nach der Identität des Täters, der mit britischem Akzent gesprochen haben soll.

Auch die US-Regierung betonte, das Video sei echt. Für die IS-Terroristen gebe es "keinen Platz im 21. Jahrhundert", sagte Obama. Deshalb würden die USA ihre Luftschläge im Irak fortsetzen. Kampfjets und Drohnen haben gestern erneut Stellungen der IS in der Nähe des Mossul-Staudamms im Nordirak angegriffen, teilte das US-Zentralkommando in Tampa (Florida) mit. Mehrere Fahrzeuge seien zerstört oder beschädigt worden. Die Militärs sprachen von 14 Angriffen.

(dpa)