Zu Entschädigung für Kuwait verpflichtet: UN-Einigung über Erleichterungen für Irak

Zu Entschädigung für Kuwait verpflichtet: UN-Einigung über Erleichterungen für Irak

Genf (dpa). Die Vereinten Nationen haben den Irak zur Zahlung von 15,9 Milliarden US-Dollar Entschädigung an die kuwaitische Ölindustrie verpflichtet. Gleichzeitig einigte man sich darauf, dass der Irak künftig nur noch 25 Prozent anstatt wie bisher 30 Prozent seiner Öleinnahmen für die Golfkriegs-Entschädigung abtreten muss.

Der amerikanische Botschafter George Moose begrüßte die Entscheidung des UN-Entschädigungsfonds am Donnerstag in Genf. "Bei dieser Entscheidung gibt es nur Sieger", sagte Moose. "Sie stärkt die Rolle des Fonds bei der Entschädigung der Opfer der irakischen Invasion und unterstreicht gleichzeitig die Bedeutung der humanitären Frage".

Die Erleichterungen für den unter den UN-Sanktionen leidenden Irak waren im Sicherheitsrat von den ständigen Mitgliedern Russland, China und Frankreich in zähen Verhandlungen mit den USA und Großbritannien durchgesetzt worden. Mit der Senkung des Anteils für Entschädigungszahlungen steht dem Regime von Präsident Saddam Hussein künftig mehr Geld für die Einfuhr von Nahrungsmitteln und Investitionsgütern zur Verfügung.

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Kuwait hatte für die Einnahmeausfälle seiner Ölindustrie nach der irakischen Invasion in der Golfmonarchie 1990 ursprünglich 21,5 Milliarden US-Dollar gefordert.

(RPO Archiv)
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