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Umweltschützer beklagen geplanten Pfusch bei Geräten

Berlin : Umweltschützer beklagen geplanten Pfusch bei Geräten

Der Dachverband der deutschen Natur- und Umweltschutzverbände hat Maßnahmen gegen die absichtliche Beschränkung der Lebensdauer von Produkten gefordert. Die Bundesregierung müsse endlich gegen Hersteller vorgehen, die ihre Waren mit geplantem "Kaputtgehdatum" produzieren, sagte der Generalsekretär des Deutschen Naturschutzrings, Helmut Röscheisen. Häufig seien es einfach und kostenneutral zu behebende Konstruktionsmängel, die die Lebensdauer verkürzten.

Um die geplante Obsoleszenz, wie die Funktionsuntüchtigkeit auch genannt wird, zu stoppen, fordert der Naturschutzring zusammen mit dem Verein "Murks? Nein Danke!" unter anderem ein Produktverantwortungsgesetz. Nötig seien zudem Kennzeichnungspflichten zur geplanten Gebrauchsdauer, der Reparierbarkeit und der Verfügbarkeit von Ersatzteilen sowie zum durchschnittlichen Zeitpunkt des ersten Schadeneintritts, sagte Röscheisen.

Handmixer, Computer und Waschmaschinen könnten nach Angaben der Umwelt- und Verbraucherschützer durch einfache Veränderungen beim Zusammenbau haltbarer werden. Sie kritisieren ferner, dass viele Elektrogeräte verklebt werden, so dass ein Austausch einzelner Bauteile nicht möglich ist. Zudem sei der Ersatzteilverkauf oft auf wenige Vertragshändler beschränkt, überteuert - oder die Ersatzteile seien nach mehr als einem Jahr nicht mehr verfügbar.

(epd)