Berlin: Ude lässt die SPD vom Sieg in Bayern träumen

Berlin : Ude lässt die SPD vom Sieg in Bayern träumen

Schon den Verlust der absoluten Mehrheit empfanden viele CSU-Politiker als Fiasko – nach einer neuen Umfrage droht den Christsozialen nun sogar der Sturz in die Opposition: Wären jetzt Landtagswahlen und würden die Bayern dann so votieren, wie von den Forsa-Meinungsforschern eingefangen, hätten SPD (21), Grüne (16) und Freie Wähler (zehn) eine Mehrheit von 47 Prozent. Die CSU landete bei 41 Prozent, die FDP flöge mit drei Prozent aus dem Landtag.

Schon den Verlust der absoluten Mehrheit empfanden viele CSU-Politiker als Fiasko — nach einer neuen Umfrage droht den Christsozialen nun sogar der Sturz in die Opposition: Wären jetzt Landtagswahlen und würden die Bayern dann so votieren, wie von den Forsa-Meinungsforschern eingefangen, hätten SPD (21), Grüne (16) und Freie Wähler (zehn) eine Mehrheit von 47 Prozent. Die CSU landete bei 41 Prozent, die FDP flöge mit drei Prozent aus dem Landtag.

Noch vor Monaten hatte sich die CSU aufgrund interner Erhebungen Hoffnungen gemacht, 2013 wieder über die 50-Prozent-Marke klettern zu können. Doch der beliebte Münchner SPD-Oberbürgermeister Christian Ude hat das durchkreuzt. Seine Ambitionen, gegen CSU-Chef Horst Seehofer um den Posten des Ministerpräsidenten zu ringen, hat ihm eine Welle der Sympathie eingetragen und seine Partei, die zuletzt sogar hinter den Grünen rangierte, nach vorn gezogen. In einem Direktvergleich würden die Bayern schon jetzt Ude Seehofer vorziehen: 42 zu 39 Prozent. Zum Zünglein an der Waage könnten die Freien Wähler werden. Die betonen bislang, sich keinem Lager zugehörig zu fühlen. Doch eine Neigung der Bayern zum Wechsel werde von Monat zu Monat stärker spürbar. Sogar die Mehrheit der FDP-Anhänger neigt stärker zu Ude als zu Seehofer (46:35 Prozent)

Die CSU bereitet sich unter dem Eindruck der jüngsten Zahlen auf einen beinharten Lagerwahlkampf vor. Die Alternative heiße bürgerlich für ganz Bayern oder linke Politik mit Rot-Grün, sagte Generalsekretär Alexander Dobrindt.

(RP)