Türkischer Präsident entschuldigt sich für Mord an Kurden

Türkischer Präsident entschuldigt sich für Mord an Kurden

Ankara (dapd). Erstmals in der türkischen Geschichte hat ein Ministerpräsident die Verantwortung der damaligen türkischen Regierung für den Völkermord an 14 000 Kurden in den 30er Jahren anerkannt.

Recep Tayyip Erdogan entschuldigte sich mit den Worten: "Wenn eine Entschuldigung im Namen des Staates nötig ist (...), würde ich mich entschuldigen, und ich entschuldige mich." Abgeordnete von Erdogans Partei forderten zugleich eine Untersuchung der Morde. Zwischen 1936 und 1939 waren im Südosten der Türkei 13 806 Menschen ermordet worden. Die Regierung wollte damit einen kurdischen Aufstand niederschlagen.

(RP)