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Abuja: Terrorist tötet 47 Schüler in Nigeria

Abuja : Terrorist tötet 47 Schüler in Nigeria

Als Anstifter des Selbstmordattentats gilt die radikal-islamistische Boko Haram.

Ein blutiger Bombenanschlag auf eine Schule im Norden Nigerias hat gestern Polizeiangaben zufolge mindestens 47 Menschen in den Tod gerissen. Bei den Opfern handelt es sich vor allem um Jugendliche. Weitere 79 Menschen seien verletzt worden, als sich ein Selbstmordattentäter während des Morgenappells auf dem Schulhof eines Internats in die Luft sprengte, teilten die Sicherheitskräfte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Die Tat ereignete sich in Potiskum im Bundesstaat Yobe, wo die islamistische Terrorgruppe Boko Haram bereits in der Vergangenheit mehrmals Anschläge verübt hatte. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Attentat, jedoch trägt es die deutliche Handschrift der sunnitischen Boko Haram. Die Gruppe, deren Name übersetzt soviel bedeutet wie "westliche Erziehung ist Sünde", greift immer wieder Schulen und andere Bildungseinrichtungen an. Im April entführten Mitglieder rund 200 Schülerinnen, von denen bis heute jede Spur fehlt.

Zeugen zufolge hatte sich der Selbstmordattentäter in Potiskum in eine Schuluniform gekleidet unter die Schüler gemischt. Die Bombe war offenbar in einer Tasche versteckt. "Die Leichen der Schüler liegen in Blutlachen auf dem Boden", zitierte die Zeitung "Premium Times" einen Zeugen. Die naturwissenschaftliche Schule "Potiskum Senior Science Secondary School" ist ein Jungeninternat im Zentrum von der Stadt Potiskum.

Die Terrorgruppe Boko Haram will im Norden Nigerias einen Gottesstaat einrichten. Seit 2009 bekämpft sie die Regierung in Abuja und verübt immer wieder Anschläge vor allem auf Christen und Polizeieinrichtungen. Dabei sind bereits Tausende Menschen ums Leben gekommen.

(dpa)