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Techniker schließen Leck in Fukushima

Techniker schließen Leck in Fukushima

Tokio (RP) Im Kampf gegen ein Leck im havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima sind die Arbeiter offenbar vorangekommen: Nach mehreren Fehlversuchen gelang es den Ingenieuren, das Loch abzudichten und damit ein weiteres Auslaufen von hochverstrahltem Wasser in den Pazifik zu verhindern. Die Abdichtung sei gelungen durch die Zufuhr von 1500 Litern Natriumsilikaten, sagte der Sprecher der AKW-Betreiberfirma Tepco, Naoki Tsunoda.

Endgültige Entwarnung wollte die japanische Regierung allerdings noch nicht geben. Regierungssprecher Yukio Edano erklärte, es werde geprüft, ob an der kritischen Stelle tatsächlich kein kontaminiertes Wasser mehr austrete und ob es nicht möglicherweise weitere Lecks an der Anlage gebe.

Allerdings schien die Abdichtung zu halten: Eine Messung am Nachmittag ergab, dass die Verstrahlung rund 330 Meter vor der Küste 280 Mal so hoch war der Grenzwert. Zuvor war der Grenzwert mehr als 4000-fach überschritten worden.

Nach Angaben des Tepco-Sprechers Junichi Matsumoto war für gestern Nachmittag außerdem geplant, Stickstoff in beschädigte Reaktoren einzuleiten. Damit sollten Wasserstoffexplosionen verhindert werden, wie sie sich in den ersten Tagen der Katastrophe ereignet hatten. Die Regierung erwog unterdessen eine Ausweitung des Sperrgebiets um das Atomkraftwerk. Regierungssprecher Edano erklärte, derzeit werde mit Experten beraten, um einen klaren Sicherheitsstandard zu entwickeln. Einzelheiten nannte er nicht.

(RP)