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Wegen DNA-Test: Mord nach 27 Jahren geklärt: Täter stellte sich jetzt freiwillig

Wegen DNA-Test: Mord nach 27 Jahren geklärt : Täter stellte sich jetzt freiwillig

Ulm/Tübingen (dpa). Ein 44-jähriger Ulmer hat gestanden, vor 27 Jahren eine damals 16-jährige Klassenkameradin getötet zu haben. Wegen einer drohenden DNA-Analyse ging der Mann am Mittwoch mit einem Anwalt zur Staatsanwaltschaft.

Einen entsprechenden Bericht der Ulmer "Südwest Presse" bestätigte am Donnerstag die Landespolizeidirektion (LPD) Tübingen.

Der Mann war nach dem Zeitungsbericht seinerzeit nicht in Verdacht geraten. Das Verbrechen blieb unaufgeklärt. Beim Opfer waren jedoch Gewebespuren des Täters gesichert und konserviert worden. Jetzt trat der 44-jährige die Flucht nach vorn an, als er im Zuge einer bundesweiten DNA-Testaktion angeschrieben wurde. Sie zielt auf Personen aus dem Umfeld der Opfers in rund 4 000 Fällen, darunter auch der Mord an der damals 16-jährigen Schülerin.

Gegen den geständigen 44-Jährigen wurde Haftbefehl erlassen, der aber vorerst außer Vollzug gesetzt wurde. Sollte der Mann des Totschlags für schuldig befunden werden, wäre der Fall verjährt; dies würde aber nicht bei einem Mordurteil gelten.

(RPO Archiv)