1. Politik

Syrien blutet weiter

Syrien blutet weiter

Aleppos Altstadt brennt. Weite Teile des historischen Basars, geadelt durch den Titel Weltkulturerbe, liegen in Schutt und Asche. Das ist schlimm. Und es tut all denen weh, die jenseits der riesigen Anhäufung von Steinen in der Architektur, den gewachsenen Strukturen der Altstadt und dem Miteinander von Menschen, Völkern, Glaubensrichtungen und Ethnien in der Handelsmetropole ein erhaltungswürdiges Juwel sehen.

Noch viel schlimmer und unerträglich sind aber die Meldungen über Tausende Tote und Verletzte. Der Bürgerkrieg in Syrien treibt das Land in den Abgrund. Die Gefahr ist, dass sich in den Nachbarländern radikale Gruppen herausgefordert fühlen und den Konflikt ausweiten zu einem Flächenbrand. Der Westen fordert eine diplomatische Lösung, die in einem Machtverzicht des Diktators Assad liegen könnte. Assad ficht das kaum an, solange seine Armee noch Munition hat, solange Moskau seine schützende Hand über sein Regime hält und harte Sanktionen im Weltsicherheitsrat mit seinem Veto blockiert.

Am Schlimmsten ist aber, dass Unschuldige sterben müssen, weil die Riege der Regenten dem schändlichen Treiben in Syrien nicht Einhalt gebieten kann. Deren Politik spiegelt blanke Ohnmacht.

Bericht Basar von aleppo brennt. . ., Titelseite

(RP)