Berlin: Streit um "Schlafbaustellen" in NRW

Berlin : Streit um "Schlafbaustellen" in NRW

Berlin registriert 1080 Beschwerden von Autofahrern über inaktive Baustellen.

Die mit Abstand meisten Beschwerden von Autofahrern über brachliegende Baustellen an Autobahnen gibt es laut Bundesverkehrsministerium über Baustellen in NRW: Seit Einführung seines "Baustellenmelders" Ende 2011 habe das Ministerium insgesamt 3244 Beschwerden registriert, davon allein 1080 über NRW-Baustellen, erklärte das Ministerium.

Unzufriedene Autofahrer können sich bei dem Ministerium melden, wenn sie feststellen, dass auf Autobahn-Baustellen anscheinend nicht gearbeitet wird. Minister Peter Ramsauer (CSU) will auf diese Weise die für die Durchführung zuständigen Länder unter Druck setzen.

NRW nimmt im Ländervergleich die Spitzenreiterposition ein – vor Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Hessen. Beschwerden hat es vor allem über neun NRW-Baustellen auf der A 1, A 40, A 42, A 45, A 46, A 57 und A 553 gegeben. NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) wies Vorwürfe gegen das Land zurück. "Der Bund ist verantwortlich für die Autobahnen und gibt den Ländern seit Jahren nicht genug Mittel für die Erhaltung der übermäßig belasteten Brücken", sagte Groschek.

(mar)