Frankfurt/M.: Streiks bei Flugbegleitern der Lufthansa verhindert

Frankfurt/M. : Streiks bei Flugbegleitern der Lufthansa verhindert

Im monatelangen Tarifkonflikt der Lufthansa-Flugbegleiter gibt es offenbar eine Einigung. Die Schlichtung sei erfolgreich gewesen, hieß es am Abend aus Verhandlungskreisen. Damit sind Lufthansa-Streiks in der Vorweihnachtszeit vom Tisch. Heute Mittag wollen die Verhandlungsführer der Lufthansa und der Flugbegleiter-Organisation Ufo Einzelheiten bekannt geben, wie beide Seiten mitteilten. An der Pressekonferenz in Wiesbaden wollen neben Schlichter Bert Rürup auch die Verhandlungsführer der Lufthansa und von Ufo, Peter Gerber und Nicoley Baublies, teilnehmen.

In dem Konflikt geht es um Tarifverträge für rund 18 000 Flugbegleiter. Heute läuft eine selbst gesetzte Frist aus, bis zu der sich die Parteien zum Schlichterspruch äußern sollten. Unter dem Vorsitz des früheren Wirtschaftsweisen Bert Rürup hatten das Unternehmen und Ufo an einem Kompromiss für die Flugbegleiter gefeilt. Beide Seiten hatten im September nach einem dreitägigen Streik des Kabinenpersonals den Schlichter eingeschaltet.

Die Verhandlungen hatten mehrmals vor dem Abbruch gestanden. Deutschlands größte Fluggesellschaft hatte die Stewards und Stewardessen mit immer neuen Sparankündigungen und einem massiven Ausbau der Billigtochter Germanwings gegen sich aufgebracht. Daneben stand der Streit um Löhne im Mittelpunkt: Die Gewerkschaft wollte unter anderem Gehaltserhöhungen um fünf Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 15 Monaten durchsetzen. Demgegenüber hatte die Lufthansa eine Erhöhung um 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren angeboten.

(RP/maxi)