Berliner CDU-Vorsitzende sieht keinen Grund zum Rücktritt: Stölzl entschuldigt sich für umstrittene Äußerungen

Berliner CDU-Vorsitzende sieht keinen Grund zum Rücktritt : Stölzl entschuldigt sich für umstrittene Äußerungen

Berlin (rpo). Nach seinen umstrittenen Äußerungen zum Wahlausgang hat sich der Berliner CDU-Vorsitzende Christoph Stölzl am Dienstag entschuldigt. Einen Grund zum Rücktritt sieht Stölzl nicht.

"Ich kann mich gern nochmal entschuldigen bei denen, die etwas missverstanden haben und sich verletzt fühlen", sagte Stölzl am Dienstag der dpa. Einen Grund für den von SPD, PDS und Grünen geforderten Rücktritt vom Amt des Vizepräsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses sieht der CDU-Politiker nicht. "Warum denn? Ich habe keinen Vergleich gezogen."

Stölzl war unter Druck geraten, weil er in einem Rundfunk- Interview Parallelen zwischen dem Wahlsieg der rot-grünen Bundesregierung und dem Erfolg der Nationalsozialisten 1931/32 gezogen hatte. Die SPD hatte daraufhin eine Entschuldigung gefordert, und Stölzls Rücktritt als Vizepräsident des Abgeordnetenhauses verlangt. Wer die Wiederwahl von Rot-Grün mit dem Unglück der Erdrutschwahlen von 1931/1932 und dem Wahlerfolg der Nazis vergleiche, führe das Wahlergebnis auf die Unmündigkeit der Bürger zurück, kritisierte der Berliner SPD-Chef Peter Strieder.

"Ich habe niemals Rot-Grün mit den Nazis verglichen", betonte Stölzl am Dienstag. Seine Partei sehe ebenfalls keinen Anlass für einen Rücktritt. Der Ältestenrat des Abgeordnetenhauses wollte sich am Dienstag mit dem Streit befassen.

(RPO Archiv)
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