Stichwort

Besitzer abbruchreifer Häuser werden in den USA als "Slumlords" bezeichnet. Ihnen wird vorgeworfen, Anwesen verfallen zu lassen, Menschen zu Unrecht aus ihrem Heim zu vertreiben und damit zum Niedergang ganzer Wohnviertel beizutragen.

Auch die Deutsche Bank wurde jahrzehntelang beschuldigt, "einer der größten Slumlords der Stadt Los Angeles" zu sein. Die US-amerikanische Metropole hatte das Frankfurter Geldhaus verklagt, weil es angeblich gepfändete Häuser säumiger Schuldner verwahrlosen ließ. Das Unternehmen wies den Vorwurf zurück und erklärte, dass die für die Häuser zuständigen Verwalter für den Zustand der Anwesen verantwortlich seien. Das Gericht gab der Deutschen Bank jetzt recht. Die Verwalter müssen nun knapp 7,7 Millionen Euro an die Stadt zahlen.

(RP)
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