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Leuna-Affäre: Hat Max Strauß Geld gewaschen?: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Sohn von Franz-Joseph Strauß

Leuna-Affäre: Hat Max Strauß Geld gewaschen? : Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Sohn von Franz-Joseph Strauß

Köln/Augsburg/München (dpa). In der Affäre um den Verkauf der ostdeutschen Raffinerie Leuna ermittelt die Staatsanwaltschaft Augsburg nach ARD-Informationen gegen Max Strauß, den Sohn des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß (CSU). Ihm wird Geldwäsche vorgeworfen, berichtete das ARD-Magazin Monitor am Donnerstag in Köln.

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p class="text">Der leitende Augsburger Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz wollte den Bericht weder dementieren noch bestätigen. Max Strauß sagte auf dpa-Anfrage, er habe mit Leuna nichts zu tun. Ihm sei es "Wurst", wenn irgendjemand gegen ihn ermittele.

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p class="text">Nemetz sagte, er ermittele gegen einen deutschen Staatsbürger wegen Verstößen gegen das Geldwäschegesetz. Den Namen wolle er nicht nennen. In den Ermittlungen ginge es um einen peripheren Bereich der Leuna-Affäre. Nach dem Bericht soll Strauß 400 000 Mark von einem Unternehmen des Leuna-Unterhändlers Dieter Holzer über verschiedene Münchner Firmen transferiert und gewaschen haben.

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p class="text">"Die Gelder sollten als Schmiergelder für deutsche Entscheidungsträger beim Verkauf der Leuna-Werke an den französischen Ölkonzern Elf-Aquitaine verwendet werden", zitierte das Magazin einen Vermerk aus dem Bundesjustizministerium. "Das kommentiere ich nicht", sagte Nemetz.

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p class="text">Monitor berichtete, für die Geldwäsche habe habe Strauß zwei Münchner Bekannte benutzt. Die Augsburger Staatsanwaltschaft habe ein Rechtshilfeersuchen an die Staatsanwaltschaft in Paris gestellt.

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(RPO Archiv)