23 Betroffene Diese Spitzenpolitiker und Promis stehen offenbar auf „Reichsbürger-Feindesliste“

Berlin · Auf einer „Feindesliste“ der am Mittwoch ausgehobenen Gruppe vor allem sogenannter Reichsbürger sollen einem Medienbericht zufolge mehrere Spitzenpolitiker und weitere Prominente stehen. Diese Namen und Informationen sind bisher bekannt.

Reichsbürger-Gruppe plante den Staatsumsturz
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Foto: dpa/Boris Roessler

Auf einer „Feindesliste“ der am Mittwoch ausgehobenen Gruppe vor allem sogenannter Reichsbürger sollen laut einem Bericht der Berliner „tageszeitung“ mehrere Spitzenpolitikerinnen und -politiker sowie weitere Prominente stehen. Betroffen seien nach „taz“-Recherchen Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne), SPD-Chefin Saskia Esken, SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert und der frühere CDU-Chef Armin Laschet.

Laut Informationen aus Sicherheitskreisen stehe auch der aktuelle CDU-Chef Friedrich Merz auf der Liste, hieß es. Dieser habe sich jedoch auf Anfrage nicht dazu äußern wollen.

Ebenfalls verzeichnet sind laut „taz“ auf der insgesamt 18 Prominente umfassenden Liste drei bekannte Fernsehmoderatorinnen und -moderatoren öffentlich-rechtlicher Sender. Die Liste sei bei Ermittlungen bereits vor der Groß-Razzia vom Mittwoch entdeckt worden.

„Die Gefahr, die von gewaltbereiten Reichsbürgern ausgeht, dürfen wir nicht unterschätzen. Diese Leute fantasieren nicht nur über Verschwörungstheorien. Sie hatten konkrete Pläne, die sie auch bereit waren umzusetzen“, sagte Esken der Zeitung.

Der Generalbundesanwalt wollte sich zu der Angelegenheit auf „taz“-Anfrage demnach nicht äußern. Unter Berufung auf eine Gefährdungseinschätzung des Bundeskriminalamts (BKA) für den Bundestag hieß es, Anhaltspunkte für eine Konkretisierung der Gefährdung lägen bislang nicht vor.

(aku/AFP)
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