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Athen: Sparpaket löst schwere Krawalle in Athen aus

Athen : Sparpaket löst schwere Krawalle in Athen aus

Trotz der Zustimmung des griechischen Parlaments zu einem zweiten Sparprogramm ist die Gewährung weiterer Milliardenhilfen für Griechenland noch offen. Die Bundesregierung forderte die Zusicherung, dass die Maßnahmen auch umgesetzt werden. Eine Entscheidung werde daher frühestens im März fallen, hieß es im Bundesfinanzministerium.

Die Parlamentssitzung in Athen war von Ausschreitungen gegen die Polizei begleitet. 45 Gebäude wurden in Brand gesetzt, 170 Menschen verletzt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schloss Abstriche an dem Sparpaket aus. "Eine Veränderung des Programms kann und wird es nicht geben", sagte Merkel. Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), forderte dagegen ein Wachstumspaket für Griechenland. "Flankierend zu den Sparbeschlüssen muss es dringend eine nachhaltige Investitions- und Wachstumsinitiative geben. Sonst verpuffen die Finanzmittel genauso wie frühere Pakete", sagte Schulz. Die bisherige Politik führe zu einer ausweglosen wirtschaftlichen Depression in Griechenland.

(RP)