Berlin: Soldaten dürfen künftig im Dienst Regenschirme tragen

Berlin : Soldaten dürfen künftig im Dienst Regenschirme tragen

Die Bundeswehr regelt das äußere Erscheinungsbild ihrer Soldaten neu. Die Zentrale Dienstvorschrift A-2630/1, die morgen in Kraft tritt, ist der modischen "Körpermodifikation" gewidmet: Piercings, Ohrstecker und Tätowierungen. Auch Körperbehaarung und Make-up werden offiziell geregelt, wobei klare Unterschiede zwischen Männern und Frauen gemacht werden. Die Vorschrift löst den Haarerlass der 1970er Jahre ab. Damals hatte es heftigen Streit darum gegeben, ob junge Wehrpflichtige lange Mähnen tragen dürften. Der Kurzhaarschnitt wurde zu der Zeit befohlen.

Das ändert sich nicht: Soldaten müssen weiterhin kurze Haare tragen, ihre Bärte müssen gepflegt und gestutzt sein. Soldatinnen sind dagegen lange Haare erlaubt, "sofern sie die Augen nicht bedecken". Sie müssen zum Zopf gebunden oder hochgesteckt werden. Extravagante Formen der Haartracht, zum Beispiel Irokesenschnitte oder auffällige Färbungen, bleiben verboten. Erlaubt ist erstmals, dass ein deutscher Soldat in Uniform einen Regenschirm tragen darf. "Dabei sind ausschließlich einfarbige schwarze, schlicht gestaltete, unbedruckte Regenschirme gestattet."

(mic)