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Anschlag in der Nähe eines Hotels: Selbstmordattentäter verletzt acht Israelis

Anschlag in der Nähe eines Hotels : Selbstmordattentäter verletzt acht Israelis

Jerusalem (rpo). Bei einem Sprengstoffanschlag eines Selbstmordattentäters sind am Mittwochmorgen in Jerusalem laut israelischer Polizei acht Menschen leicht verletzt worden. Die Explosion ereignete sich in der Nähe eines Hotels unweit des Jaffa-Tors zur Altstadt.

Ein Polizeisprecher teilte mit, der Sprengsatz, den sich der Mann mit einem Gürtel um den Leib geschnallt hatte, sei in der Nähe eines großen Hotels auf der King-David-Straße explodiert.

Nach Angaben des israelischen Rundfunks hielten sich im "King David Hotel" zum Zeitpunkt der Explosion der Jerusalemer Bürgermeister Ehud Olmert und drei israelische Minister auf. Die Polizei hält es für möglich, dass die Bombe vorzeitig explodiert ist, da die Straße zum Zeitpunkt der Explosion fast menschenleer war.

Erst am Wochenende waren bei drei Selbstmordanschlägen in Jerusalem und Haifa 25 Israelis und die palästinensischen Attentäter getötet worden. Die israelische Regierung hatte die Autonomiebehörde von Palästinenserführer Jassir Arafat daraufhin am Dienstag zu einer "Einheit, die Terrorismus unterstützt", erklärt. Die israelische Luftwaffe flog zahlreiche Angriffe auf Einrichtungen der palästinensischen Sicherheitskräfte.

Der ägyptische Präsident Husni Mubarak will nach Medienberichten in den nächsten Tagen einen Gesandten nach Israel schicken, um die Regierung von Ministerpräsident Ariel Scharon von ihren Angriffen auf die Autonomiebehörde abzubringen. Arafat soll in einem Telefonat mit Mubarak erklärt haben, die Israelis trachteten ihm nach dem Leben. Der ägyptische Gesandte habe sowohl ernste Warnungen als auch einen Kompromissvorschlag im Gepäck, hieß es in Kairo.

(RPO Archiv)