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Schweiz - Armin Laschet fordert Konsequenzen: "Man kann die Freizügigkeit nicht verramschen."

Nach Volksabstimmung in der Schweiz : CDU-Politiker Laschet fordert Konsequenzen

Die Schweiz hat sich mit dem Volksentscheid für eine strikte Begrenzung der Zuwanderung in Europa isoliert. Schon kurz nach der Volksabstimmung wurde der Ruf nach Konsequenzen laut.

Die Schweiz hat sich mit dem Volksentscheid für eine strikte Begrenzung der Zuwanderung in Europa isoliert. Schon kurz nach der Volksabstimmung wurde der Ruf nach Konsequenzen laut.

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, bedauert das Ergebnis des Referendums. Er nehme es zur Kenntnis, sagte er unserer Zeitung, wie knapp die Abstimmung gewesen sei. "Ich akzeptiere das Resultat als eine demokratische Entscheidung des Schweizer Volkes." Er warnte allerdings die Eidgenossen, es gehe nicht, alle Vorteile des Binnenmarktes zu genießen und gleichzeitig "Quoten bei der Freizügigkeit einzuführen".

Die Linkspartei in Deutschland fordert als Reaktion auf die Einschränkung der Freizügigkeit, wieder Kapitalverkehrskontrollen im Zahlungsverkehr mit der Schweiz einzuführen. "Wenn die Schweiz die Grenzen für Menschen schließt, können wir sie für das große Geld nicht offen lassen", sagte Linken-Chefin Katja Kipping.

Die Landesregierung von NRW will die Auswirkungen der Volksabstimmung beim Besuch einer Schweizer Wirtschaftsdelegation ansprechen. Rund 50 Unternehmer kommen am 19. und 20. März nach Düsseldorf, um sich in der NRW.Bank über mögliche Kooperationen im Bereich der energetischen Gebäudesanierung zu informieren. Armin Laschet, Vorsitzender der CDU in NRW, verlangte Konsequenzen für die Handelsbeziehungen mit der Schweiz. "Wer gegen Deutsche und andere EU-Bürger Stimmung macht, kann nicht von Geschäften in Deutschland profitieren", betonte Laschet.

Schweizer Publizisten wie der bekannte Journalist und "Weltwoche"-Chefredakteur Roger Köppel verteidigten ihre Landsleute: "Das ist eine urdemokratische Abstimmung."

(brö/may)