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Kommentar: Risiko Ramelow

Kommentar : Risiko Ramelow

Wenn sich nicht noch ein Aufrechter in den Reihen von SPD und Grünen finden lässt, wird Ende dieser Woche in Thüringen erstmals ein Mitglied der Linkspartei Regierungschef.

Keine gute Nachricht für Deutschland. Bodo Ramelow hat zwar versprochen, dass er Alt-SED-Kadern keine Posten verschaffen will, aber verschweigt zugleich seine eigenen wirtschaftlichen Beziehungen zu einem früheren Stasi-Mann. Vertrauen geht anders. Die schon jetzt grassierende Verharmlosung der zynischen und menschenunwürdigen DDR-Diktatur würde durch einen Linken-Ministerpräsidenten endgültig institutionalisiert.

Wo ist der Aufstand der Anständigen bei SPD und Grünen? Die einst so stolze Sozialdemokratie gibt sich ohne Not in die Abhängigkeit der Linken und zementiert das Bild eines Juniorpartners. Die Erben der Bürgerrechtsbewegung, die Bündnisgrünen, helfen erstmals SED-Nachfolgern ins Regierungsamt. Traurig. Vielleicht schafft am Ende doch noch ein (CDU-)Kandidat die Überraschung gegen Rot-Rot-Grün in Erfurt. Zu wünschen wäre es.

(RP)