Düsseldorf: Professoren sollen für Studenten spenden

Düsseldorf : Professoren sollen für Studenten spenden

Der Präsident der Leibniz-Universität Hannover, Erich Barke, will die Professoren der Hochschule bewegen, arme Studenten zu unterstützen. Barke hat dazu eine E-Mail an die mehr als 300 Professoren geschrieben, in der er sie um private Spenden bittet. Nach Angaben der " " nannte Barke den Betrag von 1000 Euro pro Person und Jahr. Das Geld solle vor allem Studenten zugute kommen, die die Regelstudienzeit einhalten und bereits den Bafög-Höchstsatz, aber kein Kindergeld mehr bekommen.

Der Präsident der Leibniz-Universität Hannover, Erich Barke, will die Professoren der Hochschule bewegen, arme Studenten zu unterstützen. Barke hat dazu eine E-Mail an die mehr als 300 Professoren geschrieben, in der er sie um private Spenden bittet. Nach Angaben der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" nannte Barke den Betrag von 1000 Euro pro Person und Jahr. Das Geld solle vor allem Studenten zugute kommen, die die Regelstudienzeit einhalten und bereits den Bafög-Höchstsatz, aber kein Kindergeld mehr bekommen.

Eine Sprecherin der Universität bestätigte gegenüber unserer Zeitung die Existenz von Barkes E-Mail. Es handele sich aber nur um eine "Idee des Präsidenten, die intern diskutiert werden muss".

Niedersachsen und Bayern sind die letzten Bundesländer, die noch an Studiengebühren festhalten. Nordrhein-Westfalen hat die Gebühren zum Wintersemester 2011 abgeschafft, Baden-Württemberg plant das Aus zum Sommer, Hamburg zum Herbst 2012. Die von Barke angeregten 1000 Euro entsprechen dem in Niedersachsen maximal zulässigen Gebühren-Betrag für zwei Semester.

Barke soll seine Bitte damit begründet haben, es gebe kein wirksames Stipendiensystem. Das neu eingeführte, von Bund und Privatwirtschaft finanzierte "Deutschlandstipendium" von 300 Euro pro Monat reiche nicht aus — für die Uni Hannover stünden nur 90 Stipendien bereit; es gebe aber 13 000 gebührenzahlende Studenten.

(RP)
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