Parkverbot für beklebte Autos

Parkverbot für beklebte Autos

In NRW beginnt der Schlussspurt im Wahlkampf. Überall hängen die Plakate der Parteien. Nur der Düsseldorfer Landtag ist eine werbefreie Zone. Die Landtagsverwaltung legt das Neutralitätsgebot streng aus. Das Verbot der Parteienwerbung erstreckt sich auch auf die Tiefgarage.

Wächter der Fairness sind die Pförtner an der Zufahrt des Park-areals. Sie haben neuerdings ein scharfes Auge auf Fahrzeuge, die mit Wahlwerbung versehen sind. Früher haben sie freundlich gegrüßt, wenn sich die Schranke hob. Jetzt werden die Parlamentarier, die ihr Konterfei aufs Auto geklebt haben, gestoppt.

Kurios: Das Werbeverbot gilt nur für die erste Parkebene der Tiefgarage. Fahrer, die Werbebotschaften an ihren Autos haben, werden angewiesen, das zweite Untergeschoss anzusteuern. Dort parken die Abgeordneten sonst nur im Notfall, weil es keinen Aufzug ins Foyer gibt. Besucher trifft man dort selten. Deswegen wird die Ebene bisweilen auch illegal als Winterquartier für Cabriolets genutzt. Greift Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg (CDU) jetzt auch bei den Dauerparkern durch? Die Zeiten, in denen seine Verwaltung schon mal ein Auge zudrückte, scheinen vorbei zu sein.

(RP)
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