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New: Papst fordert vor der Uno mehr Macht für arme Länder

New : Papst fordert vor der Uno mehr Macht für arme Länder

York (RP) Der Papst bleibt sich treu: Auch vor den Vereinten Nationen hat Franziskus die Gier nach Reichtum und die Zerstörung der Natur gegeißelt. Die Armen weltweit hätten ein Recht auf Bildung, Wohnung, Arbeit und Land, mahnte das katholische Kirchenoberhaupt vor mehr als 100 Politikern und Diplomaten in New York. Auch müssten die Menschen ihre Religion in Freiheit ausüben können. Franziskus forderte zudem mehr Einfluss für Entwicklungsländer innerhalb der UN. Ziel müsse sein, "allen Ländern eine Beteiligung und einen realen und gerechten Einfluss auf die Entscheidungen zu gewähren".

Die internationalen Finanzbehörden hätten die Pflicht, schwache Länder vor einer "erstickenden Unterwerfung durch Kreditsysteme" zu schützen, so Franziskus. Diese zwängen die Menschen "unter das Joch von Mechanismen, die zu noch größerer Armut, Ausschließung und Abhängigkeit führen".

Anschließend verabschiedeten die UN-Mitgliedstaaten nachhaltige Entwicklungsziele. Die Agenda enthält 17 Kernziele und 169 Unterziele, die bis 2030 erreicht werden sollen. Hauptziele sind, die Armut zu beenden, den Hunger zu stoppen, Gesundheit und Wohlbefinden für Menschen aller Altersstufen zu sichern, Bildung für alle zu gewährleisten und die Gleichberechtigung der Geschlechter durchzusetzen. Außerdem sollen alle Menschen Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen bekommen.

(RP)