Bochum: Opel-Chef: 2016 ist Schluss im Autowerk Bochum

Bochum : Opel-Chef: 2016 ist Schluss im Autowerk Bochum

Die Belegschaft hat den jahrelangen Kampf verloren.

Die monatelangen Verhandlungen zwischen Management, Landesregierung und der Belegschaft sind gescheitert: Im Bochumer Opel-Werk läuft 2016 das letzte Auto vom Band. Firmen-Chef Thomas Sedran kündigte gestern auf einer von Tumulten geprägten Betriebsversammlung das Aus für die Fahrzeugproduktion in der Ruhrgebietsstadt an. Lediglich ein Logistikzentrum und womöglich eine kleine Einheit für die Produktion von Fahrzeugteilen sollen erhalten bleiben. Bis auf wenige Hundert werden wohl alle der heute noch 3350 Bochumer Opelaner in vier Jahren den Job verlieren.

Die Belegschaft will sich damit nicht abfinden und kündigte Widerstand an. "Wir werden auch nach 2016 in Bochum noch Autos bauen", sagte der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel. Beobachter halten das für ausgeschlossen. Berlin lehnt Staatshilfen für Opel ab. "Eine finanzielle Hilfe der Bundesregierung wird es nicht geben", sagte Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP). NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) sagte, es sei eine "traurige Nachricht" für Opel und die Beschäftigten sowie die Region und das Land. "Jetzt muss es darum gehen, den Opel-Vorstand beim Wort zu nehmen. Es muss ernsthaft und belastbar an einer Perspektive für den Standort gearbeitet werden", so die Regierungschefin in Düsseldorf.

Leitartikel Seite A 2

Nordrhein-Westfalen Seite A 3

(csh/tor)