Robertson: Wendepunkt bei Aufbau des vereinten Europas: NATO-Beitrittsverträge mit sieben Staaten unterzeichnet

Robertson: Wendepunkt bei Aufbau des vereinten Europas : NATO-Beitrittsverträge mit sieben Staaten unterzeichnet

Brüssel (rpo). Die Ost-Erweiterung der NATO um sieben Länder ist besiegelt. Estland, Lettland, Litauen, Slowenien, die Slowakei, Rumänien und Bulgarien sind ab Mai 2004 neue Mitglieder der NATO.

NATO-Generalsekretär George Robertson und die Außenminister der Sieben unterzeichneten die Beitrittsprotokolle am Hauptquartier der NATO in Brüssel am Mittwoch. Robertson bezeichnete die Erweiterung als Wendepunkt "beim Aufbau eines wiedervereinten und freien Europas, einem Europa vereint in Frieden, Demokratie und gemeinsamen Werten, vom Baltikum bis zum Balkan, vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer".

Slowenien hat den Beitritt in einem Referendum bereits ratifiziert. Die anderen sechs neuen Länder sowie die 19 heutigen Mitgliedstaaten müssen dies noch tun. Die lettische Außenministerin Sandra Kalniete sagte an die Adresse der heutigen Mitgliedstaaten: "Eure Unterschrift unter die Beitrittsdokumente versichert, dass Lettland niemals mehr alleine dastehen wird."

Die NATO hatte die Aufnahme der Sieben auf ihrem Gipfel im November in Prag beschlossen. Mit den baltischen Republiken Estland, Lettland und Litauen werden erstmals frühere Sowjetrepubliken dem transatlantischen Bündnis angehören. 1999 waren der Allianz als erste frühere Warschauer-Pakt-Staaten bereits Polen, Ungarn und Tschechien beigetreten. Nach der zweiten Ost-Erweiterung gehören der NATO 26 Staaten an. Auch Albanien, Mazedonien und Kroatien streben den Beitritt an.

Mehr von RP ONLINE