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Kampf gegen Klo-Spülung erfolglos: Nachbar zog wegen Lärm aus dem Badezimmer vor Gericht

Kampf gegen Klo-Spülung erfolglos : Nachbar zog wegen Lärm aus dem Badezimmer vor Gericht

München (dpa). Durch drei Instanzen hat ein Münchner erfolglos gegen das Rauschen von Klo-Spülung und Wasserhahn in der Wohnung seines Nachbarn gestritten. Das Bayerische Oberste Landesgericht wies die Klage jetzt endgültig ab. Der Mann muss nach der am Montag veröffentlichten höchstrichterlichen Entscheidung die innerhalb der Norm liegende Lärmbelästigung hinnehmen (Az.: 2Z BR 77/99).

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p class="text">Sein Nachbar hatte das Badezimmer in der Eigentumswohnung 1993 saniert. Seither fühlte sich der Kläger durch die Klo-Spülung sowie das Füllen der Badewanne belästigt und beantragte dagegen "geeignete Maßnahmen". Zwei Gerichts-Instanzen wiesen ihn ab. Maßgebend für den Schallschutz zwischen zwei Wohnungen sei die DIN-Norm von 1989. Sie werde durch die Klo-Spülung nicht und durch das Füllen der Badewanne minimal - und damit hinnehmbar - überschritten, erläuterte ein Experte. Weitere Gutachten hielt auch das Bayerische Oberste Landesgericht nicht für "sachdienlich": Dafür müsste nämlich die Mauer aufgestemmt werden.

Ein Trostpflaster bekam der Antragsteller immerhin: sein Nachbar muss sich verpflichten, nicht zwischen 22.00 und 06.00 Uhr zu baden.

(RPO Archiv)