Berlin: Müller soll Chef der Kohle-Stiftung werden

Berlin: Müller soll Chef der Kohle-Stiftung werden

Die Suche nach dem neuen Chef für die mächtige RAG-Stiftung ist offenbar entschieden. Das Kuratorium der Kohle-Stiftung soll nach Informationen unserer Zeitung aus Regierungskreisen bei seiner ersten Sitzung in neuer Zusammensetzung morgen im Bundesfinanzministerium den früheren Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) zum neuen Vorsitzenden wählen. Die Stiftungsgründer Bund, die Länder NRW und das Saarland sowie die Chemie-Gewerkschaft IG BCE hätten sich nach monatelangem Streit auf Müller geeinigt, hieß es. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) habe seinen Widerstand aufgegeben, auch die saarländische Regierung unterstütze Müller.

Der Tagesordnungspunkt "Vorstandsangelegenheiten" wurde gestern durch "Wahl des Vorstands" präzisiert. Das Kontrollgremium soll der frühere RWE-Chef Jürgen Großmann anführen. Die Stiftung verwaltet ein Milliarden-Vermögen, aus dem nach 2018 die Ewigkeitslasten des Bergbaus (Abpumpen der Gruben) finanziert werden sollen. Sie besitzt den Kohlekonzern RAG und die Mehrheit am Chemiekonzern Evonik.

(RP)