Persönlich: Mathias Höschel . . . sitzt plötzlich im Bundestag

Persönlich: Mathias Höschel . . . sitzt plötzlich im Bundestag

Es habe ihn nicht ganz unerwartet getroffen, gibt Mathias Höschel zu. Der Christdemokrat aus Meerbusch rückt für den kürzlich verstorbenen Peter Hintze (CDU) in die Unions-Bundestagsfraktion auf. Schon bei der Bundestagswahl 2013 war ihm nach eigenen Angaben fast der Einzug ins Parlament gelungen - über die nordrhein-westfälische Landesliste. Seitdem habe der 49-Jährige als Nachrücker bereitgestanden. "Auch wenn der Grund natürlich ein unschöner ist, freue ich mich dennoch auf die Arbeit in Berlin", sagte er unserer Redaktion.

Der Neu-Parlamentarier ist ein echter Meerbuscher. 1967 in Lank-Latum geboren, wuchs er in Osterath auf und ging in Büderich zur Schule. Heute wohnt er mit seiner Frau und vier Kindern in Strümp. Für sein Zahnmedizinstudium zog es ihn nach Aachen, Frankfurt und die in USA - seine eigene Praxis betreibt er mittlerweile an der Berliner Allee in Düsseldorf. Diese möchte Höschel trotz seiner neuen Verpflichtung auch fortführen: "Ich werde ganz normal weiterarbeiten. Dass meine Frau auch in der Praxis arbeitet, erleichtert vieles." Zumal er auch noch Sprecher des Bundesvorstandes der Kieferorthopädischen Interessengemeinschaft und Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der deutschen Kieferorthopäden im Bezirk Nordrhein ist.

In die Politik zog es Höschel bereits zu Schulzeiten - allerdings nie auf die öffentliche Bühne. Er arbeitete lieber in außerparlamentarischen Gremien an gesundheits- und wirtschaftspolitischen Themen. Das führte 2004 zur Gründung des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises der CDU NRW, den er mit dem späteren Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers ins Leben rief und dessen Vorsitzender er immer noch ist.

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Mit seiner neuen Rolle als Volksvertreter muss er sich erst einmal anfreunden: "Ich muss dort erst ankommen und mich integrieren. Doch dann möchte ich die Zeit bis zur nächsten Wahl nutzen, so gut es geht."

(RP)
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